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So teuer würde Trumps Mauer

Donald Trumps Idee von einer Grenzmauer zu Mexiko stehen nicht nur die enormen Kosten im Weg. Es gibt ein noch viel banaleres Problem.

Kostspieliges Projekt: Donald Trump wirbt für den Mauerbau an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze. (9. März 2016)
Kostspieliges Projekt: Donald Trump wirbt für den Mauerbau an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze. (9. März 2016)
Reuters

Bis zu 15 Meter hoch und 3200 Kilometer lang soll sie sein: die Mauer aus Beton und Stahl an der Grenze zu Mexiko, die Donald Trump als US-Präsident bauen will – so zumindest das Wahlversprechen.

Das Megaprojekt wird Experten zufolge nicht einfach umzusetzen sein, wie «Handelsblatt online» berichtet. Denn die Baupläne dürften teuer werden. Nach einer Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnte die Mauer bis zu 40 Milliarden US-Dollar kosten.

Er werde Mexiko dazu zwingen, finanziell für die Mauer aufzukommen, sagte Trump im Wahlkampf mehrmals. Mexikos Regierung sieht das anders: «Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass sie nicht im Budget steht», sagte der mexikanische Finanzminister José Antonio Meade kürzlich.

«Etwas Einzäunung» statt Mauer?

In seinem ersten TV-Interview nach der Wahl folgten sogleich erste Abstriche: Zwar halte er grundsätzlich an der Mauer fest, sagte Trump dem Sender CBS. In einigen Gebieten würde es aber auch «etwas Einzäunung» tun. Die Republikaner sollen unterdessen bereits an einem Alternativplan feilen, wie es aus Washington heisst.

In der Parteiführung hält sich die Begeisterung für die neue Mauer aber offenbar in Grenzen. Auf die Frage, ob er Trumps Pläne unterstütze, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell: «Ich will eine möglichst effektive Grenzschutzsicherung.»

«Das sind grossartige Leute»: Donald Trump bei seinem Blitzbesuch in Mexiko über mexikanisch-stämmige Amerikaner. (31. August 2016)
«Das sind grossartige Leute»: Donald Trump bei seinem Blitzbesuch in Mexiko über mexikanisch-stämmige Amerikaner. (31. August 2016)
Yuri Cortez, AFP
«Wir sprachen über die Mauer, aber nicht über die Finanzierung», sagt Donald Trump. (31. August 2016)
«Wir sprachen über die Mauer, aber nicht über die Finanzierung», sagt Donald Trump. (31. August 2016)
Dario Lopez-Mills, Keystone
«Trump ist nicht willkommen»: In Mexiko gibt es gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten Proteste. (31. August 2016)
«Trump ist nicht willkommen»: In Mexiko gibt es gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten Proteste. (31. August 2016)
Rebecca Blackwell, Keystone
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Auch der republikanische Abgeordnete Louie Gohmert stellt eine durchgehende Mauer infrage. Denn auf der Strecke gibt es bereits zahlreiche natürliche Barrieren wie Nationalparks oder Flüsse: «Einige Beobachtungsballone hier und da würden reichen», sagte er im Interview mit dem Fernsehsender Fox.

Sicherheitsexperten gehen sogar davon aus, dass sich eine solche Mauer kontraproduktiv auf die Sicherheit an der Grenze auswirken könnte. Der einfache Grund: Die Sicht der US-amerikanischen Grenzschutzbeamten würde durch die Mauer beeinträchtigt, warnen sie.

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