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FCZ verliert Spiel und DzemailiVaduz schlägt Zürich 3:2 – Dzemaili verletzt sich

Déjà-vu für den FC Zürich. Er kassiert innerhalb von zehn Tagen zum zweiten Mal eine Niederlage gegen das Schlusslicht aus Liechtenstein.

Blerim Dzemaili (M.) kann die Niederlage auch nicht abwenden und verletzt sich.
Blerim Dzemaili (M.) kann die Niederlage auch nicht abwenden und verletzt sich.
Foto: Michael Zanghellini (Freshfocus)

Blerim Dzemaili versuchte es. Bis auf die Haupttribüne war die Anstrengung zu sehen, mit der die Nummer 21 des FC Zürich versuchte, noch einmal einen Gang höher zu schalten. Aber es kam nur eine Fehlzündung. Kurz zuvor hatte er schon seinem Trainer angezeigt, dass er sich angeschlagen auswechseln lassen möchte. Der Wechsel kam eine Szene zu spät.

Locker enteilte ihm der 14 Jahre jüngere Matteo Di Giusto, der eben erst ins Spiel gekommen war. Und so musste Dzemaili von hinten mit ansehen, wie der Weitschuss des ehemaligen FCZ-Juniors, noch etwas vom Liechtensteiner Föhnsturm unterstützt, ins Zürcher Tor flog. Es war das 3:1 für den FC Vaduz – und damit die Entscheidung. Im Liveticker hier nachzulesen.

Dzemaili leitet Führungstreffer ein

Vor dem Spiel hatte die Frage aufseiten des FCZ ja gelautet: Ist Dzemaili tatsächlich in der Lage, innerhalb von acht Tagen dreimal in der Startformation zu stehen? Nun, der 34-Jährige versuchte es zumindest. Und er hatte tatsächlich beim Zürcher Führungstreffer seine Füsse im Spiel. Er lancierte Assan Ceesay auf der linken Seite. Dessen scharfen Flachpass verwandelte in der Mitte Antonio Marchesano aus kurzer Distanz. Es war für den Tessiner bereits der siebte Treffer in der laufenden Meisterschaft.

Dieses 1:0 in der 43. Minute war ein guter Lohn für eine erste Halbzeit, in der die beiden Mannschaften in erster Linie keine Fehler begehen wollten. Was die positive Umschreibung für 45 Minuten ist, während denen sich schon nur das Zuschauen wie harte Arbeit anfühlte.

Vaduz schon seit vier Spielen ungeschlagen

Aber die Zürcher wussten nichts mit der Führung anzufangen. Sie kamen aus der Halbzeit, als gehe es nur noch darum, das Ding über die Zeit zu schaukeln. «Mir ist diese zweite Halbzeit unerklärlich», sagte Massimo Rizzo später. Und der FCZ-Trainer fragte sich: «Vielleicht fehlt in diesen Situationen tatsächlich der Leader, der die Dinge in die Hand nehmen kann.»

Wobei der FCZ mit einem fitten Dzemaili durchaus einen solchen Mann in seinen Reihen hätte. Nur war der 34-Jährige an diesem Abend rein körperlich nach dem Seitenwechsel nicht mehr in die Lage, sein Team anzuführen. Und nun bezahlt er seinen Einsatz mit einer Verletzung, von der noch nicht klar ist, wie schwer sie ist.

Die Vaduzer dagegen jubelten nach dem 3:2 laut und ausgiebig. Sie sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen und halten dank dem zweiten Sieg gegen den FCZ in diesem noch jungen Jahr den Anschluss an den Barrageplatz. Mit Milan Gajic erzielte ein weiterer Ex-FCZler mit einem Elfmeter in der 54. Minute das 1:1 . Zehn Minuten später doppelte Joël Schmied per Kopf nach. Und dann kam Dzemailis vergebener Lauf gegen Di Giusto.

2 Kommentare
    Andi Oberholzer

    Peinlich, was diese Mannschaft immer wieder bietet.

    Konstanz ist ein Fremdwort.

    Zum Glück finden diese Spiele ohne Zuschauer statt.

    Das Team ist das Eintrittsgeld schlicht nicht wert.

    Schade.