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Gesehen & Gehört im Zürcher KantonsratValentin Landmanns erfolgreicher Maskenaufstand

Die Kantonsrätinnen und -räte kippten einen Mundschutzentscheid. Und die SVP sorgte mit anderen On-off-Beziehungen für Gesprächsstoff.

An den Arbeitsplätzen gilt keine Maskenpflicht mehr. SVP-Kantonsrat Christian Mettler (vorne rechts) trägt sie trotzdem. Als Neurentner und aus gesundheitlichen Gründen gehört er zur Risikogruppe.
An den Arbeitsplätzen gilt keine Maskenpflicht mehr. SVP-Kantonsrat Christian Mettler (vorne rechts) trägt sie trotzdem. Als Neurentner und aus gesundheitlichen Gründen gehört er zur Risikogruppe.
Foto: sch

Das Coronavirus sorgte am Montagmorgen im Kantonsrat für rote Köpfe. Grund war eine Weisung, welche die Geschäftsleitung am Freitag erlassen hatte. Inhalt: Verschärfung der Maskenpflicht in der Messehalle in Zürich-Nord. Demnach hätten die Volksvertreter ihre Maske auch an ihren Arbeitsplätzen tragen müssen, obwohl sie dort den Minimalabstand von 1,5 Metern locker einhalten können.

Die Geschäftsleitung wird vom SVPler Roman Schmid präsidiert, dennoch war es seine Partei, die sich am meisten über die neue Regel aufregte. So trat Valentin Landmann, als über 70-Jähriger allein schon altersmässig zur Risikogruppe gehörend, ans Mikrofon und stellte den Antrag, über die Maskenpflicht zu debattieren und die Weisung aufzuheben. «Es gibt für diese Verschärfung keine Rechtsgrundlage», sagte Rechtsanwalt Landmann. Die von Bundesrat und Regierungsrat verfügte Maskenpflicht gelte nur, falls der Abstand nicht eingehalten werden könne.

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