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Neun Jahre FreiheitsstrafeVater hat seine Töchter jahrelang missbraucht

Ein heute 52-Jähriger hat seine drei Töchter sexuell und körperlich schwer misshandelt. Diese leiden bis heute an den Folgen. Das Bundesgericht hat nun eine langjährige Freiheitsstrafe für den Mann aus dem Bezirk Uster bestätigt.

Das Bundesgericht in Lausanne hat die Beschwerde eines Schwerverbrechers abgewiesen.
Das Bundesgericht in Lausanne hat die Beschwerde eines Schwerverbrechers abgewiesen.
Foto: PD

Der Verurteilte beantragte vor Bundesgericht eine Freiheitsstrafe von maximal fünfeinhalb Jahren. Zudem rügte er, dass das Zürcher Obergericht kein Gutachten in Auftrag gegeben habe, weil Zweifel an seiner Schuldfähigkeit bestünden.

Die Lausanner Richter haben die Anträge des 52-Jährigen abgewiesen. Das Gutachten habe er erst vor Obergericht verlangt, was zu spät gewesen sei. Vorher sei es nie ein Thema gewesen. Allein aufgrund der Schwere der Tat könne jeweils nicht automatisch auf einen abnormen Geisteszustand geschlossen werden.
Auch die Strafzumessung des Zürcher Obergerichts erachtet das Bundesgericht als korrekt. Es hatte diese auf elf Seiten seines Urteils eingehend begründet.

Brutale Taten

Das Obergericht hatte die vom Bezirksgericht Uster ausgesprochene Strafe im Juni 2019 von acht auf neun Jahre erhöht. Die erste Instanz hatte den Mann wegen mehrfacher schwerer Körperverletzung, mehrfacher sexueller Nötigung, Schändung, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern und der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht verurteilt.

Der Vater hatte seine Kinder zum Teil regelrecht gefoltert, indem er ihnen den Kopf in der Badewanne unter Wasser drückte oder ihnen einen Plastiksack über den Kopf stülpte. Zudem verging er sich regelmässig sexuell an ihnen.

Urteil 6B_1186/2020 vom 9.4.2020

SDA