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Versuchen, Costa Rica zu verstehen

Werden die Mittelamerikaner im Achtelfinal erneut überraschen?

Heute bedaure ich den Inhalt eines aufmunternden Mails, das ich Roy Hodgson am Tag nach dem 1:2 Englands gegen Italien geschickt habe: «Guten Morgen, Roy, ich war begeistert von eurem Match gegen Italien. Diese Mannschaft hat eine schöne Zukunft. Ich habe auch das Spiel Costa Rica gegen Uruguay gesehen. Und ich glaube ehrlich an eure Qualifikation. Ich wünsche viel Mut. Herzlich, Daniel.» Denn das Schlussklassement der Gruppe D mit Costa Rica vor Uruguay, Italien und England desavouiert meine ersten Eindrücke, auf die ich mich normalerweise verlassen kann.

Am 15. Juni konnte ich mit Überzeugung und guten Gründen behaupten, dass sich die Rangliste genau umgekehrt lesen würde. Und dies aus mehreren Gründen. Uruguay ohne Suárez wirkte ungefährlich im Angriff und, wegen der Langsamkeit seiner Mittelverteidiger, in der Abwehr überfordert. Costa Rica wirkte zwar sehr gut organisiert, doch dem Team schien ein aussergewöhnlicher Spieler zu fehlen, sieht man vielleicht von Campbell ab, der sich aber bei Arsenal nicht und bei Lorient nur halb durchsetzen konnte. Das Spiel zwischen den Italienern und Engländern begeisterte mich durch seine Dynamik, den Zug auf das gegnerische Tor, die technische und athletische Qualität. Hohes Niveau. Wahrer Fussball, so wie ich ihn liebe.

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