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Geburtenrate nach dem LockdownVielleicht kommt der Corona-Babyboom doch nicht

Mehr Zeit zu Hause, mehr Sex, mehr Kinder. Stimmt diese Rechnung – oder ist es genau umgekehrt? Wie sich Krisen auf die Familienplanung auswirken.

Könnten ihren Kinderwunsch auch verschieben: Ein Paar im Bett.
Könnten ihren Kinderwunsch auch verschieben: Ein Paar im Bett.
Foto: Getty Images

Anfang April ging eine Meldung aus Hongkong um die Welt: Zwei Pandas hatten sich gepaart. Dazu muss man wissen, dass die beiden zehn Jahre lang enthaltsam gelebt hatten. Erst als der Zoo wegen Corona schliessen musste, zeigten sie wieder Interesse aneinander. So oder so ähnlich stellen sich offenbar auch einige Menschen das Sexualverhalten ihrer eigenen Spezies vor. Ausgangssperre? Kontaktverbot? Was bleibt den Menschen da noch als Beschäftigung? Klar: Sex.

So gab es nur wenige Wochen nach der Verkündung der Corona-Massnahmen erste Spekulationen, wie sich die neue Häuslichkeit wohl auf die Geburtenrate auswirken wird. «Babyboom durch Corona» titelten verschiedene Medien – und nicht immer folgte ein Fragezeichen. Lokalzeitungen telefonierten die örtlichen Frauenärzte ab und meldeten mal zwei, mal fünf Anmeldungen mehr von Schwangeren, oft aber auch keine Veränderungen (lesen Sie, welche Indizien im Kanton Zürich für einen Corona-Babyboom sprechen).

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