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Kommentar zum Rassismusfall bei PSG Vielleicht nicht der perfekte Moment – aber das richtige Zeichen

Erstmals verlassen zwei Teams solidarisch das Spielfeld in einem wichtigen Fussball-Wettbewerb, um gegen Rassismus zu protestieren. Das muss Signalcharakter haben.

Demba Ba stellt Schiedsrichter Ovidiu Hategan die entscheidende Frage: «Ihr sagt sonst ‹dieser Typ›. Warum müsst ihr dann sagen ‹dieser schwarze Typ›, wenn ihr einen Schwarzen erwähnt?»
Demba Ba stellt Schiedsrichter Ovidiu Hategan die entscheidende Frage: «Ihr sagt sonst ‹dieser Typ›. Warum müsst ihr dann sagen ‹dieser schwarze Typ›, wenn ihr einen Schwarzen erwähnt?»
Foto: Ian Langsdon (Keystone)

Natürlich dreht sich die Diskussion jetzt darum: Hat Sebastian Coltescu wirklich das N-Wort benutzt? Oder hat er «negru» gesagt, was in seiner Muttersprache Rumänisch schwarz heisst? Hat der vierte Offizielle bei der Begegnung zwischen Paris St-Germain und Basaksehir also bewusst Pierre Webo rassistisch beleidigt? Oder wollte er den Assistenztrainer des türkischen Vereins beschreiben – und hat dazu seine Hautfarbe benutzt?

Vorerst muss für Coltescu die Unschuldsvermutung gelten. Und wer kann schon von sich behaupten, dass er die Hautfarbe eines Menschen nicht als optisches Unterscheidungsmerkmal wahrnimmt? Aber dadurch ist der Fall nicht gelöst. Basaksehirs Demba Ba stellte noch auf dem Feld dem Schiedsrichter die entscheidende Frage: «Ihr sagt sonst ‹dieser Typ›. Warum müsst ihr dann sagen ‹dieser schwarze Typ›, wenn ihr einen Schwarzen erwähnt?»

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