Zum Hauptinhalt springen

Wettkampf mit Hirn«Vier Minuten volle Konzentration»

Querschnittgelähmte fahren am Cybathlon ein virtuelles Autorennen – mithilfe ihrer Gedanken. Die Neurowissenschaftlerin Rea Lehner erklärt, wie das geht.

Der querschnittgelähmte Rennfahrer Samuel Kunz am «Cybathlon 2020 Global Edition». Er hat seine Rennen bereits bestritten. Sie wurden aufgezeichnet und können am Freitagnachmittag online verfolgt werden.
Der querschnittgelähmte Rennfahrer Samuel Kunz am «Cybathlon 2020 Global Edition». Er hat seine Rennen bereits bestritten. Sie wurden aufgezeichnet und können am Freitagnachmittag online verfolgt werden.
Foto: Alessandro Della Bella (ETH Zürich Cybathlon)

Beim Wettkampfspiel namens «Braindriver» schaut der Pilot auf den Bildschirm und muss ein Auto durch seine Gedanken lenken. Wie muss man sich das vorstellen?

Der Wettkämpfer, beim Cybathlon wird er Pilot genannt, hat 64 Elektroden auf dem Kopf. Die Sensoren messen das Hirnsignal auf der Kopfhaut. Gewisse Gedanken lösen gewisse Signale aus, die wir interpretieren und in Fahrbefehle umsetzen.

Woran denkt der Pilot, wenn eine Linkskurve kommt?

Bei einer Linkskurve stellt sich der Pilot vor, mit der linken Hand eine Faust zu machen. Also Faust öffnen, schliessen, öffnen, schliessen. Bei einer Rechtskurve das Gleiche mit der rechten Hand. Wenn es geradeaus geht, muss der Pilot versuchen, sich möglichst zu entspannen. Und wenn es auf der Strecke plötzlich dunkel wird, stellt er sich vor, er würde die Füsse bewegen. So schaltet er die Scheinwerfer an.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.