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Änderung des Zürcher PersonalrechtsVier Wochen Vaterschaftsurlaub für Stadtpersonal

Nur die SVP wehrte sich gegen mehr Urlaub für Väter. Doch für Diskussionen sorgte, dass der Stadtrat künftig eigenmächtig noch weiter gehen kann.

Städtische Angestellte sollen sich künftig noch mehr um die Kinderbetreuung kümmern können, wie dieser Vater in Zürich, der zuhause Brei für seine sechs Monate alte Tochter zubereitet.
Städtische Angestellte sollen sich künftig noch mehr um die Kinderbetreuung kümmern können, wie dieser Vater in Zürich, der zuhause Brei für seine sechs Monate alte Tochter zubereitet.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Wer bei der Stadt arbeitet und Vater wird, darf künftig innert sechs Monaten 20 statt wie bisher 10 Tage Urlaub beziehen. Der Zürcher Gemeinderat hat einer entsprechenden Änderung des Personalrechts am Mittwochabend zugestimmt. Zürich zieht damit gleich mit Städten wie Bern, Genf, Aarau, Luzern oder St. Gallen. Nur Lausanne gewährt gar 21 Tage.

Gegen die vier Wochen wehrte sich nur die SVP. Die eidgenössische Mindestregelung von zwei Wochen genüge, sagte Maria del Carmen Señorán. Ihr Anliegen blieb chancenlos.

Stadtrat kann weiter gehen

FDP und GLP störten sich an einer Formulierung des neuen Passus zum Vaterschaftsurlaub. Es heisst, der Anspruch der männlichen Angestellten auf bezahlten Vaterschaftsurlaub müsse «mindestens vier Wochen betragen». Damit behält sich der Stadtrat vor, den Urlaub in Eigenregie auf noch mehr als vier Wochen zu verlängern. Deshalb warnte Hans Dellenbach (FDP), die Linken wollten den Vaterschaftsurlaub so auf 12 oder gar 16 Wochen erhöhen.

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