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Nach Merkels Entschuldigung Viola Amherd, oder: Wer auch noch Sorry sagen müsste

Die Corona-Pandemie dauert schon sehr lange. Zu lange. Ein guter Moment, dass sich einige mal bei uns entschuldigen.

Für einmal Merkel sein? Bundesrätin Viola Amherd.
Für einmal Merkel sein? Bundesrätin Viola Amherd.
Foto: Peter Schneider (Keystone)

Kanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihren Bürgerinnen und Bürgern für das Hin und Her in Sachen Oster-Lockdown entschuldigt – und damit eine Debatte über den Umgang der Mächtigen mit Fehlern ausgelöst. Vielleicht ein guter Moment für einige andere, mal Sorry zu sagen? Hier unser Wunschzettel mit einigen möglichen Kandidatinnen und Kandidaten.

Unsere Regierung und das Maskendebakel

Unsere Landesmütter und Landesväter hätten früh schon Gelegenheit gehabt, einen Merkel-Moment in der Schweizer Corona-Geschichte zu markieren und sich für einen Fehler grossmütig zu entschuldigen. Wir erinnern uns, im Frühling 2020, mit dem ersten Lockdown, kam es an den Tag: Die Schweiz hatte nicht genügend Gesichtsmasken für einen schweren Krisenfall eingelagert – obwohl dies in aktuellen, vom Bund ausgearbeiteten Pandemie-Szenarien, vorgesehen war. Offenbar war vergessen gegangen, dass es in einer Krise auch Zivilisten gibt, schützenswerte Menschen, die ebenfalls glücklich wären über eine Maske auf der Nase – so wie die Armeeangehörigen, die über ausreichend Schutzmasken verfügten. Ein wenig Selbstkritik hätte womöglich das zweite Maskendebakel verhindert – diesen Januar wurde bekannt, dass die Schweizer Armee für Millionen Steuerfranken vermutlich gefälschte und nutzlose FFP2-Masken eingekauft hatte. Spätestens jetzt wäre ein grosses Sorry sehr sympathisch gewesen, am besten aus dem Munde von Armee-Chefin Viola Amherd, deren Truppe seit dem 21. März 2020 für die Beschaffung der Masken verantwortlich ist. (MMA)

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