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Kritik des Pop-RomansZu viel Geld und Häuser, wer kennt es nicht?

Christian Kracht hat 25 Jahre nach «Faserland» eine Fortsetzung geschrieben. Die wahre Heldin in «Eurotrash» ist seine Mutter.

Seit «Faserland» gibt es das Genre der Popliteratur. Christian Kracht (54) erhielt 2016 den Schweizer Buchpreis für «Die Toten».
Seit «Faserland» gibt es das Genre der Popliteratur. Christian Kracht (54) erhielt 2016 den Schweizer Buchpreis für «Die Toten».
Foto: Steffen Schmidt

Er hat sich also doch nicht ertränkt. «Bald sind wir auf der Mitte des Sees. Schon bald.» Mit diesen Sätzen endete 1995 Krachts Debütroman «Faserland». 25 Jahre rätselten die Faserland-Fans, ob der Ich-Erzähler von damals einfach im Zürichsee baden ging oder es seinem Freund Rollo gleichtat und sich das Leben nahm.

Viele junge Menschen spielten in den 90ern in ihren Sommerferien «Faserland» nach. Das ging so: Mit einem Interrail-Ticket, konstant angetrunken, von Sylt nach Hamburg, über Frankfurt und Heidelberg bis an den Zürichsee und dort noch kurz nach Kilchberg zum Grab von Thomas und Katia Mann. Man hätte auch gerne die legendäre Barbourjacke besessen, aber die musste man sich erst zusammensparen, und für eine Nacht im Hotel Baur au Lac hätte man alles gegeben.

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