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Titelkämpfe 2025 in SaalbachVorerst keine Ski-WM in der Schweiz

Crans-Montana muss länger warten: Eine Weltmeisterschaft wird es in Wallis frühestens 2027 geben. Der Entscheid hat politische Gründe.

Der Zielhang in Crans-Montana: Zumindest 2025 wird hier noch nicht um alpine WM-Medaillen gefahren.
Der Zielhang in Crans-Montana: Zumindest 2025 wird hier noch nicht um alpine WM-Medaillen gefahren.
Foto: Sebastien Anex

Das Ergebnis dürfte niemanden mehr überrascht haben. Saalbach-Hinterglemm erhält den Zuschlag für die Durchführung der alpinen Ski-WM 2025. 14 von 16 FIS-Vorstandsmitgliedern stimmten für die Salzburger, die Mitbewerber Garmisch-Partenkirchen (1) und Crans-Montana (1) waren chancenlos. Die Walliser kandidierten erstmals, ihre Erfolgsaussichten waren von Beginn an minimal gewesen. Sie denken langfristig, werden bei den Vergaben der Titelkämpfe 2027 und notfalls auch 2029 weitere Anläufe nehmen. Garmisch dürfte der härteste Konkurrent bleiben, die Olympia-Stadt Sotschi könnte als Interessent dazustossen. Doch sicher ist: Früher oder später wird es auf dem sonnenreichen Hochplateau wieder Weltmeisterschaften geben, was letztmals 1987 der Fall war.

Austragung 2027 im Visier

Fürs Walliser Organisationskomitee handelt es sich denn auch nicht um eine echte Niederlage. «Die politische Komponente galt es zu berücksichtigen», meint Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann, der ebenfalls in die Kandidatur involviert ist. So fand die letzte WM in der Schweiz 2017, jene in Österreich 2013 statt. Exekutiv-Direktor Markus Robyr sagt, das 80-Millionen-Budget sei auch künftig gesichert. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass die FIS schon 2027 für ein Skifest nach Crans-Montana kommen will.» Aus FIS-Kreisen ist zu vernehmen, dass die Bewerbung durchaus überzeugt habe; im zehnminütigen Video, welches dem Vorstand am Samstag gezeigt wurde, waren sechs Sequenzen mit Michelle Gisin zu sehen, auch Sportministerin Viola Amherd kam zu Wort.

Saalbach hatte sich bereits um die WM 2023 bemüht, aber gegenüber Méribel/Courchevel das Nachsehen gehabt. Sämtliche Rennen sollen am gleichen Berg stattfinden, über 40 Millionen Franken werden in verbesserte Schneesicherheit sowie in Pistenkorrekturen investiert. Bereits 1991 fand in der Salzburger Gemeinde eine WM statt, Franz Heinzer holte damals Abfahrts-Gold.