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Interview zum Swissair-GroundingVreni Spoerry: «Ich lief Gefahr, angespuckt zu werden»

Als die Swissair-Flotte am Boden blieb, traf das die Schweiz in ihr Herz. Vreni Spoerry, Ex-Verwaltungsrätin, und Eliane Schnyder, ehemalige Maître de Cabine, erinnern sich.

Das Grounding hat beide geprägt: Vreni Spoerry (links) und Eliane Schnyder treffen sich auf der Zuschauerterrasse am Flughafen Zürich, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Das Grounding hat beide geprägt: Vreni Spoerry (links) und Eliane Schnyder treffen sich auf der Zuschauerterrasse am Flughafen Zürich, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Foto: Thomas Egli

Frau Schnyder und Frau Spoerry, mit welchen Gefühlen kommen Sie an den Flughafen Zürich?

Eliane Schnyder: Der Flughafen war mein Leben. 1974 fing ich als Swissair-Mitarbeiterin am Boden an, wechselte später in den Flugbetrieb, stieg auf zum Maître de Cabine. Bis heute bin ich fasziniert von der Fliegerei. Mir fällt auf, wie sehr sich der Flughafen verändert hat. Als ich anfing, holte man die Passagiere im Terminal ab, ging zu Fuss über das Rollfeld. Sicherheitsmässig sind das zwei Welten.
Vreni Spoerry: Ich bin selten am Flughafen, ich bin nie viel geflogen. Jedesmal, wenn ich hinkomme, ist etwas neu, und ich kenne mich nicht mehr aus. Der Flughafen ist ein Labyrinth. Wir Swissair-Verwaltungsräte tagten im Verwaltungszentrum auf dem Balsberg und sahen den Flughafen nur von weitem.

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