Die FDP sollte auf die Frauen hören

Die Freisinnigen hätten verhindern können, dass die Alternativen in den Zürcher Stadtrat kommen.

Gegen Marco Camin (r.) schaffte der linksintellektuelle und urbane Richard Wolff 2013 die Sensation. Foto: Sophie Stieger

Gegen Marco Camin (r.) schaffte der linksintellektuelle und urbane Richard Wolff 2013 die Sensation. Foto: Sophie Stieger

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Auf Twitter teilt der städtische FDP-Präsident Michael Baumer mit, was er vom gestrigen TA-Artikel «FDP sucht Frauen für den Stadtrat» hält:

Das darf er sehen, wie er will. Doch auf die FDP-Frauen, auf die sollten er und seine Partei hören. Hätten sie das vor zweieinhalb Jahren schon getan, die Politik der Stadt Zürich sähe höchstwahrscheinlich anders aus: Es gäbe dann wohl keinen Stadtrat der Alternativen Liste.

Eine historische Niederlage

Hätten die Freisinnigen die Kandidatin der FDP-Frauen statt den unbeholfenen Marco Camin ins Rennen geschickt, hätte die Partei den Sitz des populären Finanzvorstehers Martin Vollenwyder bei der Ersatzwahl 2013 verteidigen können. Doch gegen Camin schaffte der linksintellektuelle und urbane Richard Wolff die Sensation. Und fügte den Freisinnigen eine historische Niederlage zu.

Ein Jahr später konnte Wolff seinen Stadtratssitz bei der Gesamterneuerungswahl problemlos verteidigen. Dies hätte sicher auch Carmen Walker Späh geschafft, wäre sie statt Wolff in die Stadtregierung gewählt worden. Die Juristin ist im Mai mit mehr Stimmen als Jacqueline Fehr (SP) in den Regierungsrat gewählt worden.

Einem hat das FDP-Wahldebakel 2013 allerdings Freude bereitet. Filippo Leutenegger hat die Chance erhalten, Stadtrat zu werden. Möglicherweise wird er gar noch Stadtpräsident.

Erstellt: 08.09.2015, 23:22 Uhr

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