Grünen-Präsident Leuenberger muss zittern – Linke verliert an MCG und Äussere Linke

Eine rein linke Standesstimme zeichnet sich im Kanton Genf ab. Nationalrat: Genfer Grüne könnten einen ihrer zwei Sitze verlieren.

Ein schwarzer Tag für die Grünen: Präsident Ueli Leuenberger (links) im Gespräch mit Fraktionschef Antonio Hodgers.

Ein schwarzer Tag für die Grünen: Präsident Ueli Leuenberger (links) im Gespräch mit Fraktionschef Antonio Hodgers. Bild: Keystone

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Die SP und die Grünen dürften bei den Nationalratswahlen im Kanton Genf laut Hochrechnung des Schweizer Fernsehens je einen Sitz verlieren. Damit kommt entweder der Präsident der Grünen Schweiz, Ueli Leuenberger, oder Fraktionschef Antonio Hodgers unter Druck.

Falls Leuenberger abgewählt werde, stelle sich sicherlich die Frage, ob er als Parteipräsident per sofort zurücktreten müsse, sagte Miriam Behrens, Generalsekretärin der Grünen Schweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Allerdings werde Leuenberger - wie bereits angekündigt - im April 2012 sein Amt als Parteipräsident ohnehin zur Verfügung stellen. Eine Möglichkeit wäre, dass die beiden Vize-Präsidentinnen bis dahin eine stärkere Rolle einnehmen würden. Man müsse ja den Kantonalsektionen auch Zeit geben, Kandidierende zu finden.

In Genf dürften damit die Sozialdemokraten künftig nur noch mit zwei Sitzen und die Grünen mit einem Sitz in der Grossen Kammer vertreten sein. Davon profitieren voraussichtlich das rechtspopulistische Mouvement Citoyen Genevois (MCG) und die Äussere Linke.

Bei den restlichen Parteien bleibt voraussichtlich die Sitzverteilung gleich: Ein Sitz für die CVP, drei für die FDP und zwei für die SVP.

Genfer Ständeräte dürften in linker Hand bleiben

Nach Auszählung von 14 Prozent der Wahlzettel liegt die SP- Politikerin Liliane Maury-Pasquier in Führung, gefolgt vom Grünen Robert Cramer.

Trotz eines Abkommens mit der SVP gelang es der bürgerlichen Entente nicht, in die kleine Kammer zurückzukehren: Luc Barthassat (CVP) liegt an dritter Stelle, Christian Lüscher (FDP) folgt auf dem vierten Platz. Die beiden Kandidaten des rechten Mouvement Citoyens Genevois schliessen den Reigen.

(sda)

Erstellt: 23.10.2011, 17:44 Uhr

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