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«Ich leide mit der SP»

Das Parlament will schnell neue Kampfjets kaufen. Könnte die SP dagegen ankämpfen und so ihre Wähler mobilisieren? Der ehemalige Parteipräsident Helmut Hubacher hat Bedenken.

Claudia Blumer
«Aus dem Departement erhält man nur Blabla-Botschaften»: Helmut Hubacher äussert sich im Gespräch mit  zum Thema Sicherheitspolitik.
«Aus dem Departement erhält man nur Blabla-Botschaften»: Helmut Hubacher äussert sich im Gespräch mit zum Thema Sicherheitspolitik.
Keystone

Gestern hat sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat für 100'000 Armeeangehörige und einen schnellen Kauf der Kampfjets ausgesprochen. Was ging Ihnen durch den Kopf?

Das Parlament ist offenbar gegen die Marschroute des Bundesrats. Ob 80'000 oder 100'000 Mann ist nicht wesentlich. Es bedeutet ohnehin einen grossen Aderlass gegenüber früher, 1989 betrug der Sollbestand der Armee 817'000 Angehörige. Der Punkt ist, dass jetzt eine Armeepolitik auf Pump betrieben wird. Man weiss nicht, wie die Finanzierung aussieht, sie ist nicht gesichert. So geht es doch nicht. Und dann muss ich sagen, wenn ich auf der Strasse mit Leuten rede, was ich oft mache, dann stelle ich fest, dass niemand schlaflose Nächte hat wegen der Sicherheitslage. Die Leute halten die Anschaffung von Kampfflugzeugen nicht für dringlich.

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