Zum Hauptinhalt springen

Im falschen Film

Die SVP interessiert sich fürs Aussendepartement. Das klingt exotisch und es ist klar: Dossierfremde Departementsvorsteher haben es anfangs schwer. Aber sie haben auch Vorteile.

Claudia Blumer
Nach Jahren verstummten die Zweifler: Der damalige Verkehrsminister Moritz Leuenberger (SP) bei der Eröffnung der Autobahn A 4, 2009 in Affoltern am Albis.
Nach Jahren verstummten die Zweifler: Der damalige Verkehrsminister Moritz Leuenberger (SP) bei der Eröffnung der Autobahn A 4, 2009 in Affoltern am Albis.
Keystone
Eigentlich nicht vom Fach: Justizministerin Simonetta Sommaruga.
Eigentlich nicht vom Fach: Justizministerin Simonetta Sommaruga.
Keystone
Die Stadt Zürich macht gute Erfahrungen mit linken Polizeivorstehern: Sowohl mit dem aktuellen Amtsinhaber, dem Grünen Daniel Leupi, ...
Die Stadt Zürich macht gute Erfahrungen mit linken Polizeivorstehern: Sowohl mit dem aktuellen Amtsinhaber, dem Grünen Daniel Leupi, ...
Keystone
1 / 5

Die SVP bringt sich ins Gespräch; sie hätte durchaus Interesse am Aussendepartement, liess Präsident Toni Brunner im «Tages-Anzeiger» verlauten. Ein SVP-Aussenminister? Das wirkt artfremd, doch es wäre kein Novum in der Politik. Der ehemalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger wurde zwar 1995 nicht Militärvorsteher, weil der Bundesrat ihm das Departement nicht zutraute. Aber er wurde Verkehrsminister, was ebenso Ungläubigkeit auslöste: Der schöngeistige, musische 68er sollte Schienennetz und Strasseninfrastruktur verantworten? Leuenberger kniete sich in die Dossiers und wechselte das Departement trotz mehrmaliger Gelegenheit nicht. Irgendwann verstummten die Zweifler.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen