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Schwinger protestieren gegen SVP

Der Eidgenössische Schwingerverband beschwert sich mit einem Brief bei der SVP. Die Partei würde den Sport für politische Propaganda missbrauchen. Und sie schmücke sich mit fremden Federn.

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Wollen sich politisch nicht vereinnahmen lassen: Schwinger, hier Ernst Schläpfer mit Toni Rätich (Mitte) und Bruno Früh im Höhentrainingslager des Verbandes in Celerina.
Wollen sich politisch nicht vereinnahmen lassen: Schwinger, hier Ernst Schläpfer mit Toni Rätich (Mitte) und Bruno Früh im Höhentrainingslager des Verbandes in Celerina.
Keystone

Der Eidgenössische Schwingerverband fordert die SVP in zwei Protestbriefen dazu auf, den Schwingersport nicht für politische Propaganda zu missbrauchen. Dies nachdem die Partei aufgrund des Angriffes zweier Kosovaren auf den SVP-Politiker und Schwinger Kari Zingrich eine schweizweite Inseratekampagne startete und die SVP des Kantons Zürich sich für ihre aktuelle Wahlkampagne in Schwingermontur ablichten liess.

Ernst Schläpfer, Präsident des Schwingerverbandes bestätigt entsprechende Informationen der «SonntagsZeitung»: «Wir haben die SVP in einem Brief bereits Anfangs September gebeten, auf das Werben mit Schwingern zu verzichten.» Aufgrund der neuen Kampagne der Zürcher SVP werde der Verband dies jetzt erneut tun.

Mörgeli findet den Protest heuchlerisch

Laut Schläpfer nutze die Partei die Popularität des Schwingens aus, um Stimmen zu gewinnen. «Wir hingegen können nicht mit der SVP werben, denn wer kommt schon wegen einem Mörgeli oder einem Fehr an ein Schwingfest.» Die Schwinger sind laut Schläpfer offen und akzeptieren verschiedene Meinungen, nicht wie die SVP.

Ausserdem seien die meisten der auf dem Wahlprospekt abgebildeten SVP-Politiker keine Schwinger - weder im Geist noch von der «mickrigen» Statur her. Christoph Mörgeli findet den Protest heuchlerisch: «Verbandspräsident Ernst Schläpfer ist ehemaliger SP-Kantonsrat. Wie der tickt ist ja klar. Die Schwinger aber wählen ganz sicher nicht SP.»

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