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SP könnte siegen, ohne zu punkten

Die Vergangenheit lehrt: Gehts der Wirtschaft schlecht, gewinnt die SP Wahlen. Nun kriselt die Wirtschaft wieder – doch die SP erreicht die von der Krise am stärksten bedrohten Schichten kaum mehr.

Adrian Zurbriggen
Ein Romand gibt den Ton an: Parteipräsident Christian Levrat.
Ein Romand gibt den Ton an: Parteipräsident Christian Levrat.
Keystone

Auf, ab, auf, ab – und wieder hinauf? Anders als bei der Konkurrenz zeigt die Formkurve der SP der letzten vierzig Jahre keinen längerfristigen Trend auf. Zwei Höhenflügen in den Siebzigern und Ende Neunzigerjahre stehen Taucher in den Achtzigern und bei den letzten Wahlen 2007 gegenüber.

Eine Erklärung für das Auf und Ab gibt eine andere statistische Kurve, der die SP-Entwicklung verlässlich folgt: die Arbeitslosenquote. 1975 schnellte die Arbeitslosigkeit nach Jahren der Vollbeschäftigung erstmals seit langem in die Höhe, 1997 erreichte sie die Rekordmarke von 5,2 Prozent – in beiden Phasen konnte die Partei kräftig zulegen. «Die SP profitierte immer auch von wirtschaftlichen Krisenzeiten», bestätigt der langjährige SP-Nationalrat Rudolf Strahm.

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