Zum Hauptinhalt springen

SVP verteidigt Schaffhauser Ständeratssitz – Zweiter Sitz offen

Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am Sonntag klar wiedergewählt worden.

Wird den Kanton Schaffhausen auch weiterhin vertreten: SVP-Ständerat Hannes Germann.
Wird den Kanton Schaffhausen auch weiterhin vertreten: SVP-Ständerat Hannes Germann.
Keystone

Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am Sonntag klar wiedergewählt worden. Von den übrigen vier Kandidaten erreichte keiner das absolute Mehr. Der zweite Ständeratssitz wird deshalb erst am 13. November im zweiten Wahlgang besetzt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,5 (2007: 65,35) Prozent, das absolute Mehr bei 12'927 Stimmen. Germann wurde mit 15'577 Stimmen gewählt.

Der frei werdende Sitz von FDP-Ständerat Peter Briner bleibt noch drei Wochen unbesetzt. Auf dem ersten Platz im Rennen um diesen zweiten Schaffhauser Ständeratssitz liegt mit 11'879 Stimmen der parteilose «Vater der Abzockerinitiative», Thomas Minder.

Danach folgen Christian Heydecker (FDP) mit 8179 Stimmen, Matthias Freivogel (SP) mit 7141 Stimmen und Herbert Bühl (ÖBS) mit 6738 Stimmen. Auf Vereinzelte entfielen 2193 Stimmen.

Minder hat bereits am Sonntag seine erneute Kandidatur erklärt. Die anderen nicht Gewählten und ihre Parteien entscheiden im Laufe der kommenden Woche, ob sie erneut antreten.

Nationalrat: Bisherige bleiben

Die beiden Schaffhauser Nationalratssitze werden auch in der kommenden Legislatur von der SP und der SVP mit Thomas Hurter (SVP) und Hans-Jürg Fehr (SP) besetzt. Hurter wurde mit 13'091 Stimmen und Fehr (SP) mit 11'159 Stimmen wieder gewählt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,79 (2007: 65,35) Prozent. Der Kanton Schaffhausen schickt zwei Nationalräte nach Bern. Bis 2007 teilten sich SP und FDP die beiden Sitze. Beim Rücktritt von Gerold Bührer - seither Präsident von economie suisse - konnte die SVP diesen Sitz erobern.

Die Wiederwahl der beiden bisherigen Nationalräte war erwartet worden, sind ihre Parteien doch die beiden wählerstärksten im Kanton. Die SVP erreichte 2011 - ohne Listenverbindung - 36,5 (2007: 31,8) Prozent der Gesamtstimmen. Die SP kam dieses Jahr auf 32,4 Prozent (34,2).

Beide Parteien waren Listenverbindungen mit ihren Jungparteien und den Auslandschweizer-Listen ihrer Parteien eingegangen. Der SVP- Listenverbindung hatte sich ausserdem die EDU angeschlossen, zur SP- Listenverbindung gehörte zudem die Alternative Liste.

Die SVP-Listenverbindung brachte es damit auf insgesamt 43,6 Prozent aller Stimmen. Die SP-Listenverbindung erreichte 38,8 Prozent. CVP und FDP blieben bei diesen Kräfteverhältnissen bei der Sitzverteilung chancenlos.

Ständerat Germann (SVP) gewählt - zweiter Wahlgang am 13. November

Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am Sonntag klar wieder gewählt worden. Von den übrigen vier Kandidaten erreichte keiner das absolute Mehr. Der zweite Ständeratssitz wird deshalb erst am 13. November im zweiten Wahlgang besetzt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,5 (2007: 65,35) Prozent, das absolute Mehr bei 12'927 Stimmen. Germann wurde mit 15'577 Stimmen gewählt.

Der frei werdende Sitz von FDP-Ständerat Peter Briner bleibt noch drei Wochen unbesetzt. Auf dem ersten Platz im Rennen um diesen zweiten Schaffhauser Ständeratssitz liegt mit 11'879 Stimmen der parteilose «Vater der Abzockerinitiative», Thomas Minder.

Danach folgen Christian Heydecker (FDP) mit 8179 Stimmen, Matthias Freivogel (SP) mit 7141 Stimmen und Herbert Bühl (ÖBS) mit 6738 Stimmen. Auf Vereinzelte entfielen 2193 Stimmen.

Während der wieder gewählte Hannes Germann in allen 27 Gemeinden das absolute Mehr problemlos überwand, gelang dies Minder nur in sechs und Heydecker in zwei kleineren Gemeinden. Die beiden übrigen Kandidaten schafften diese Hürde nirgends.

Überraschung über das Abschneiden Bühls

Überrascht zeigte sich die Mehrheit der im Schaffhauser Wahlzentrum Anwesenden von der Tatsache, dass SP-Kandidat Matthias Freivogel mehr Stimmen auf sich vereinen konnte als der ökoliberale Herbert Bühl.

Für einen zweiten Wahlgang stellt sich nun die Frage, wer von beiden letztlich grössere Wählerreserven mobilisieren kann. Diese Frage müsse in den nächsten Tagen analysiert werden, hiess es von Seiten der SP-Wahlkampfleitung.

Mehrheitlich war damit gerechnet worden, dass der ehemalige Regierungsrat Bühl Freivogel überflügeln werde, weil er für Bürgerliche eher wählbar wäre als der Sozialdemokrat Freivogel.

Heydecker wiederum war im Wahlkampf auf Kritik gestossen, weil er als Befürworter der Atomkraft aufgetreten war. In der Schaffhauser Verfassung sind die Exponenten des Kantons zum Kampf gegen ein Atommüll-Lager in der Region verpflichtet.

Die Kandidaten werden in den nächsten Tagen entscheiden müssen, ob sie zum zweiten Wahlgang antreten: Die Wahlunterlagen müssen zehn Tage vor dem Urnengang am 13. November bei den Wahlberechtigten eintreffen. Andererseits handelt es sich um Majorzwahlen, bei denen keine Wahlzettel mit Kandidatennamen verschickt werden.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch