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Zuger Nationalratsvertretung wird umgekrempelt – FDP bleibt im Ständerat

Von den drei bisherigen Zuger Nationalräten gelang nur Gerhard Pfister die Wiederwahl. Der langjährige Parlamentarier Jo Lang wurde abgewählt.

Nicht mehr im Nationalrat vertreten: Jo Lang (Alternative-die-Grünen).
Nicht mehr im Nationalrat vertreten: Jo Lang (Alternative-die-Grünen).
Keystone

Im Kanton Zug sind zwei langjährige Nationalräte abgewählt worden: Josef Lang (Alternative-die Grünen) und Marcel Scherer (SVP). Nur Gerhard Pfister (CVP) konnte seinen Sitz verteidigen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,13%.

Lang verlor seinen Sitz an den Freisinnigen Bruno Pezzatti, Scherer an seinen jungen Parteikollegen Thomas Aeschi. Damit erreichte die FDP ihr Wahlziel, den 2003 an Lang verlorenen Sitz in der grossen Kammer zurückzuerobern. Die Alternative - die Grünen verloren zudem viele Stimmen an die GLP.

Das beste Resultat erzielte der Bisherige Gerhard Pfister mit 13'436 Stimmen, das zweitbeste Thomas Aeschi mit 11'646 Stimmen. Bruno Pezzatti konnte 6'841 persönliche Stimmen auf sich vereinen.

Im Ständerat wurden wenig überraschend der Bisherige Peter Bieri (CVP) und neu Joachim Eder (FDP) gewählt. Eder beerbt seinen Parteikollegen Rolf Schweiger, der zu den Wahlen nicht mehr angetreten war. Er erzielte mit 22'571 Stimmen das beste Resultat, Peter Bieri kam auf 21'076 Stimmen.

Lang: Sozialer Verdrängungsprozess

Josef Lang zeigte sich enttäuscht über seine Abwahl als Nationalrat: «Das Ergebnis war sehr knapp, es haben uns nur 0,4 Prozent gefehlt», sagte er zur sda. Die Gründe vermutet er in der Listenverbindung von FDP und CVP. Letztere habe der FDP zu einem Sitz verholfen.

Als weiteren Grund sieht Lang den sozialen Verdrängungsprozess im Kanton Zug: Immer mehr Durschnittsverdiener und Familien würden aus dem Kanton gedrängt. Dafür siedelten sich mehr und mehr Reiche an. Somit verliere die Linke Stimmen.

Auch der nach 12 Amtsjahren abgewählte Marcel Scherer hatte ein solches Resultat nicht erwartet. Sein Parteikollege Thomas Aeschi habe mehr Geld in den Wahlkampf investiert als alle anderen. Das hat ihm sicher geholfen.

Der neu gewählte Thomas Aeschi erklärte das Wahlergebnis damit, dass offenbar ein jüngerer Kandidat im Nationalrat gewünscht worden sei. Er selbst ist 32, Marcel Scherer 59 Jahre alt.

Bruno Pezzatti von der FDP war über seine Wahl hoch erfreut: Die Listenverbindung zwischen CVP und FDP habe sich voll bewährt, sagte er. Auch dass die FDP zwei stark besetzte Listen hatte, habe die Wähler mobilisiert.

(SDA)

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