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Leser fragenWann sind Kontrahenten auf Augenhöhe?

Die Debatte zwischen Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden war lausig. Aber keine «false balance».

Was heisst schon «Augenhöhe», wenn beide Kontrahenten unter die Gürtellinie zielen? Donald Trump und Joe Biden bei ihrem Fernsehduell am 29. September.
Was heisst schon «Augenhöhe», wenn beide Kontrahenten unter die Gürtellinie zielen? Donald Trump und Joe Biden bei ihrem Fernsehduell am 29. September.
Foto: Jim Lo Scalzo (Keystone)

Wenn zwei sich auseinandersetzen (wie beim Fernsehduell Biden - Trump), ist ja das Ideale, wenn sie dies auf Augenhöhe tun, wie man so sagt. Wenn aber nun der eine nur auf «Gürtelhöhe» oder noch tiefer diskutieren will oder kann, welche Möglichkeiten bieten sich dem anderen, um sich nicht auch auf dieses Niveau zu begeben? M.M.

Lieber Herr M.

Ich glaube, das Problem von sogenannten kontroversen Debatten liegt nicht nur in der Differenz zwischen der Augen- bzw. Gürtelhöhe der Kontrahenten. Dann wäre es einfach eine Frage des (noch erträglichen) Stils, und man könnte sich überlegen, ob man auf die Selbstentlarvung des Widersachers setzt oder ob man irgendwann das Mikrofon wirft, weil einem die Sache zu blöd geworden ist.

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