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Analyse zu Corona in SüdamerikaWarum Bolsonaro nicht allein an allem schuld ist

Trotz Corona: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nimmt ein Bad in der Menge.

375’000 Infizierte in Brasilien

Tote müssen in Massengräbern bestattet werden.

Trotz strenger Quarantäne: Auch in Peru explodieren die Fallzahlen.

Die Wahl zwischen Corona und Hunger

48 Kommentare
    Dietmar Hund

    Mir scheint, der brasilianische Präsident Bolsonaro hat die Anfänge der Pandemie nicht ernst genommen, wenn nicht ignoriert. Als es zu spät war, fehlte es in Brasilien an Ausrüstung und der Vorbereitung in den Spitälern. Man liess nun den Dingen freien Lauf und Bolsonaro versuchte auf seine Art das Volk zu beruhigen. Diejenigen, welche sich vom Virus infiziert hatten und daran erkrankten blieben zu Hause, die Einen erholten sich, die Anderen starben. Die Anzahl der bedauernswerten Opfer überforderten die Bestattungsfirmen. Die Beliebtheit des Präsidenten sank, aber Dank seiner Unterstützer aus dem Kreis des Militärs und Eliten ist sein Verbleib vorerst gesichert. In dieser chaotischen Zeit wird wohl niemand dem Präsidenten Bolsonaro sein Amt streitig machen und sein Erbe des Versagens übernehmen wollen. Obwohl ihm nicht jedes Detail in der Conorakrise zur Last gelegt werden kann, hat dieser Präsident schon früher mit seinem ruppigen, undiplomatischen Umgang mit seinen Kollegen im Ausland es soweit gebracht, dass nur wenige daran denken in irgend einer Weise mit ihm diplomatischen Kontakt zu pflegen. Eigentlich ein No go für ein Land und für Brasilien.