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Beispielloser Umweltskandal Schweizer Nationalpark verseucht – und das Gift verbreitet sich weiter

Ein Fluss ist vergiftet. Der Kanton will sanieren, die Kraftwerkbetreiberin will nicht zahlen, die Parkleitung legt Beschwerde ein. Was ist los im Bündnerland? Eine Antwort in 5 Punkten.

Von hier kommt das PCB: Die Staumauer Punt dal Gall, dahinter der Lago di Livigno, fast gänzlich in Italien liegend.
Von hier kommt das PCB: Die Staumauer Punt dal Gall, dahinter der Lago di Livigno, fast gänzlich in Italien liegend.
Foto: Nationalpark

Was ist passiert?

Im Herbst 2016 werden in der Engadiner Staumauer Punt dal Gall Wartungsarbeiten durchgeführt. Der Korrosionsschutz an den Grundablassrohren soll abgeschliffen werden. Ein heikles Unterfangen, denn die Chemikalie ist jahrzehntealt und beinhaltet das damals übliche PCB. Das Mittel ist seit 1986 in der Schweiz verboten. Es gilt laut WHO als krebserregend. Bei den Wartungsarbeiten, durchgeführt von einer spezialisierten Korrosionsschutzfirma, dringen grosse Mengen PCB-Staub in die Gänge der Staumauer und von da in den Spöl. Messungen der Betreiberin Engadiner Kraftwerke (EKW) ergeben im Fluss, der durch den Nationalpark fliesst, hohe PCB-Werte. Ein langwieriger Rechtsstreit beginnt.

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