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Börsen im HochWarum die Anleger trotz des Sturms aufs Capitol jubelten

Die historischen Ereignisse in Washington liessen die Märkte weitgehend unbeeindruckt. Und jene in Georgia trieben die Kurse gar an.

Schockierende Bilder, gelassene Aktienmärkte: Die Geschehnisse im Machtzentrum der USA wirkten sich kaum aus.
Schockierende Bilder, gelassene Aktienmärkte: Die Geschehnisse im Machtzentrum der USA wirkten sich kaum aus.
Foto: Keystone

Trotz der dramatischen Entwicklungen im Capitol haben die amerikanischen Börsen am Mittwoch zugelegt. Der Dow-Jones-Index stieg um 1,4 Prozent an, der breitere S&P-500-Index um 0,6 Prozent. Auch nach Börseneröffnung am Donnerstag ging es mit den Kursen kräftig weiter aufwärts. Von einer kompletten Abkoppelung der Aktienmärkte von der Realität war dazu etwa am Mittwoch angesichts des Tumults in Washington auf Twitter zu lesen. Wie ist die Entwicklung zu erklären?

Zum einen hat die US-Börse unmittelbar nach der Stürmung des Capitols leicht an Wert eingebüsst. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 liessen zuvor noch höhere Gewinne erwarten. Aber generell orientieren sich Börsen wenig an politischen Ereignissen, solange die Erwartung dominiert, dass diese sich nicht auf die Gewinnerwartungen der Unternehmen auswirken. Rasch hat sich bei den Investoren die Überzeugung durchgesetzt, dass die tragenden demokratischen Institutionen der USA ungefährdet bleiben.

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