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Neuer Anlauf für KinderschutzMit diesen Argumenten hantieren die Gegner des Ohrfeigen-Verbots

Die Schweiz ist eines der letzten Länder Europas, das Schläge in der Erziehung nicht verbietet. Das soll auch so bleiben, findet zum Beispiel Andreas Glarner: «Gewaltfreie Erziehung gibt nicht die besseren Kinder.»

«Wenn einer dem anderen ein Holzscheit über den Kopf schlägt und im selben Moment nicht sofort eine Ohrfeige kassiert, dann läuft etwas falsch»: SVP-Nationalrat Andreas Glarner.
«Wenn einer dem anderen ein Holzscheit über den Kopf schlägt und im selben Moment nicht sofort eine Ohrfeige kassiert, dann läuft etwas falsch»: SVP-Nationalrat Andreas Glarner.
Foto: Dominique Meienberg

Der Gürtel, der Stock, die flache Hand. «Die Eltern sind befugt, die zur Erziehung des Kindes nötigen Züchtigungsmittel anzuwenden.» Ende der Siebzigerjahre wurde dieser Satz aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen. Seither sind Körperstrafen in der Erziehung nicht mehr ausdrücklich erlaubt. Aber sie sindausser in der Schuleauch nicht ausdrücklich verboten. Aus dem Alltag der Familien sind sie längst nicht verschwunden.

Das zeigen verschiedene Untersuchungen. Etwa eine Analyse der Universität Freiburg, die seit Beginn der Neunzigerjahre das Bestrafungsverhalten der Eltern in der Schweiz untersucht. Durchschnittlich gebe es in jeder Schweizer Schulklasse ein Kind, das regelmässig körperlich bestraft werde, lautet der neueste Befund von Ende Oktober.

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