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Erfahrungen zu VerhüllungsverbotDas Tessin verteilt sechs Burkabussen pro Jahr, St.Gallen null

Die Kantone St. Gallen und Tessin haben seit Jahren ein Burkaverbot. Welche Erfahrungen machen sie damit?

Protestaktion in St. Gallen: Karima demonstriert 2018 im Nikab gegen das Burkaverbot im Kanton St. Gallen.
Protestaktion in St. Gallen: Karima demonstriert 2018 im Nikab gegen das Burkaverbot im Kanton St. Gallen.
Foto: Gian Ehrenzeller/Keystone

Ginge es beim Verhüllungsverbot nur um Zahlen, wäre die Antwort einfach: Das Verbot bringt im Alltag keine grosse Veränderung.

Die Kantone Tessin und St. Gallen haben im Juli 2016 beziehungsweise Januar 2019 ein Verhüllungsverbot eingeführt. Seither wird gebüsst, wer sein Gesicht bedeckt. Im Kanton Tessin registrierten die Behörden in den vergangenen viereinhalb Jahren 60 Verstösse. In 28 Fällen handelte es sich um Burka- oder Nikabträgerinnen, in den restlichen 32 Fällen um vermummte Eishockey- und Fussballfans.

Im Kanton St. Gallen wurde bislang keine Frau wegen Verschleierung ihres Gesichts angezeigt oder gebüsst und nur ein Fussballfan wegen Verstosses gegen das Vermummungsverbot.

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