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Wissenschaftlich fundiertes HandlesenWas Finger über die Persönlichkeit aussagen

Aus dem Verhältnis der Fingerlängen wollen Forscher Sportlichkeit, die sexuelle Orientierung und sogar das Risiko, an Covid-19 zu sterben, herauslesen. Kann das funktionieren?

Was sagen Ring- und Zeigefinger über mich aus? Eine Frau zeigt ihre Hand.
Was sagen Ring- und Zeigefinger über mich aus? Eine Frau zeigt ihre Hand.
Foto: Getty Images

Man kann dem Menschen nicht hinter die Stirn schauen, heisst es oft. Der Andere: Er bleibt ein Geheimnis, das sich erst mit der Zeit offenbart, wenn man ihn näher kennenlernt. Wie gerne hätten Menschen schnellere Methoden, die manche Hoffnung nehmen, aber auch Chancen eröffnen könnten: ein Mass für das Wesen, die Fähigkeiten und die Makel ihres Gegenübers. Am liebsten ein solches, das sich auf einen Blick erkennen lässt.

Was wurde nicht schon alles ersonnen, um das Innere einer Person an ihrem Äusseren festzumachen: Schädel und Nasen wurden vermessen, der Gang analysiert, die Haarfarbe gebrandmarkt, manches davon mithilfe der Wissenschaft und vieles mit einer unrühmlichen Geschichte.

Mit moderner Wissenschaft hat das alles nichts zu tun, sollte man meinen. Stimmt aber nicht. Ein Teil der Scientific Community befasst sich seit Jahren mit einer modernen Form des Handlesens: Psychologen, Neurobiologen und Krebsforscher vermessen die Länge der Finger. Aus dem Verhältnis vom Zeige- zum Ringfinger wollen sie erstaunliche Dinge herauslesen: Risikoverhalten, sportliche Leistungsfähigkeit, Anlagen für Krankheiten, gar die sexuelle Orientierung.

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