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Gestrandeter Zirkus in BülachWas machen Artistinnen, die nicht auftreten dürfen?

Seit Wochen steht der sizilianische Zirkus Picard in Bülach. Wie vertreiben sich die Angestellten die Zeit? Ein Rundgang.

Stall statt Manege: Genau wie die Kompagnie müssen auch die Pferde warten, bis sie wieder auftreten dürfen.
Stall statt Manege: Genau wie die Kompagnie müssen auch die Pferde warten, bis sie wieder auftreten dürfen.
Foto: Samuel Schalch

Vor dem Wohnwagen der Familie Bizzarro steht ein kleiner Schneemann. Schneekugeln rollen, aufschichten und dann eine Rübe als Nase einsteckendas wäre in normalen Zeiten eine nette Abwechslung. Doch dieses Jahr könnte die Zirkusfamilie wohl den ganzen Platz vor der Stadthalle in Bülach mit Schneeskulpturen füllen, so viel Zeit muss die Kompagnie totschlagen. Seit Mitte Dezember darf der Zirkus Picard wegen des Veranstaltungsverbots nicht mehr auftreten. Nach nur zwei Vorstellungen in Bülach war Schluss. Weil der Zirkus immer noch daran glaubt, die Tournee weiterführen zu können, harrt er nun auf dem Parkplatz aus: Schwebezustand statt Trapezkür. Die Leuchtbuchstaben sind dunkel, die roten Sessel stapeln sich auf einem Laster, das Zelt ist eingerollt. Alles liegt unberührt unter einer dünnen Schneedecke.

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