Zum Hauptinhalt springen

TV-Kritik «Tatort»Was passiert, wenn die Polizei outgesourct wird

Der neue Ludwigshafen-«Tatort» erzählt von Security-Firmen, die das Recht skrupellos in ihre Hand nehmen.

Überraschender Fund auf der Baustelle im neuen Ludwigshafen-«Tatort» mit dem Titel «Unter Wölfen».
Überraschender Fund auf der Baustelle im neuen Ludwigshafen-«Tatort» mit dem Titel «Unter Wölfen».
Foto: SWR

Sie ist die einsame Wölfin unter den titelgebenden Wölfen: Lena Odenthal (Ulrike Folkerts)die Dienstälteste der «Tatort»-Ermittlermuss, einmal mehr, ganz allein für Gerechtigkeit heulen. Denn sämtliche Mitstreiter wie auch die Opfer werden, Gewaltakt um Gewaltakt, feststellen: Die Sache ist ihnen eine Nummer zu gross. Sie ducken sich weg, bloss Lena bleibt dran. Frauenpower im Kommissarinnenduo ist erst mal Fehlanzeige.

Was in «Unter Wölfen» erst wie ein aus dem Ruder gelaufener Ferrari-Raub aussieht, entpuppt sich nämlich bald als gezielter Mord, dessen Spuren von den hässlichen Ecken in Ludwigshafen bis ins Innenministerium von Rheinland-Pfalz führen. Dort hockt ein Minister, der viel Polizei weggespart hat und dafür einem privaten Security-Dienstleister freie Hand lässt. Und wie so oft, wenn der Staat sein Gewaltmonopol an profitorientierte Privatunternehmen weiterreicht, geht die Sache gründlich schief.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.