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Anpassungen wegen CoronaWas sich bei der Gymiprüfung im Kanton Zürich ändert

Tausende Kinder werden sich bald der Gymiaufnahmeprüfung stellen. Zwar werden die Aufgaben nicht leichter, dennoch wird das Korrektursystem angepasst.

Bald schreiben wieder Tausende Schülerinnen und Schüler die Prüfung.
Bald schreiben wieder Tausende Schülerinnen und Schüler die Prüfung.
Foto: Raisa Durandi

Es ist wohl ein Datum, dem viele Schülerinnen und Schüler jetzt schon mit Bauchweh entgegensehen: Der 8. März. Dann werden sich wieder Tausende Prüflinge versammeln, um die zentrale Aufnahmeprüfung ans Gymnasium (ZAP) abzulegen. Bereits letztes Jahr wirbelte das Coronavirus die Prüfung durcheinander – der Bundesrat beschloss kurz vor dem Prüfungstermin verschiedene Einschränkungen. Mit Abstand und verteilt auf verschiedene Räume konnten die rund 9000 Schülerinnen und Schüler die Prüfung trotzdem absolvieren.

Darauf sind die Behörden dieses Jahr zwar vorbereitet, doch unbekannt bleibt, wie sich das Homeschooling des vergangenen Jahres auf die Leistungen der Gymianwärterinnen und -anwärter ausgewirkt hat. Bereits jetzt ist klar: Einfacher wird die Prüfung trotzdem nicht.

Korrekturschema nachträglich anpassen

«Wir sehen keinen Anlass, eine einfachere Prüfung zu machen», sagt Roland Lüthi, Koordinator der Aufnahmeprüfung gegenüber dem «Regionaljournal SRF». Sie wüssten schlicht nicht, welche Kinder wie durch die Krisen gekommen seien. Oder anders ausgedrückt: Hat Algebra im Homeschooling mehr gelitten als die Rechtschreibung?

Trotzdem wird gemäss Lüthi die schwierige Situation berücksichtigt. Die Lehrerinnen und Lehrer, welche die Prüfungen korrigieren, werden sich austauschen. «Wenn wir sehen, dass flächendeckend praktisch alle Kinder eine Aufgabe nicht machen konnten, ergibt es wenig Sinn, dass wir beim alten Korrekturschema bleiben.» Durch das nachträgliche Anpassen des Korrekturschemas kann gemäss Lüthi berücksichtigt werden, dass gewisser Schulstoff wegen Corona weggefallen ist.

Stress auch für Lehrpersonen

Die Prüfung wird damit nicht nur für Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung, auch die Lehrpersonen sind gefordert. «Es ist ein Stress, aber wir sind uns bewusst, dass wir genau hinschauen müssen», sagt Lüthi gegenüber dem Radio. Es sei ein schwieriges Jahr gewesen und schliesslich gehe es um die Kinder und die Jugendlichen.

45 Kommentare
    Steffi B.

    Ich denke nicht, dass die starken Schüler tatsächlich weniger gelernt haben - und wenn, dann wird das Niveau allgemein ganz leicht und sicher nicht bei einzelnen Themen/Aufgaben zurückgehen.

    Aber: Der Stoff der Gymiprüfung sollte auf dem tatsächlich erlernten Stoff der 6. Klasse bis im Januar beruhen und nicht irgendwelche Mathe-Sätzliaufgaben beinhalten, die man nur lösen kann, wenn sie in einem Vorbereitungskurs erklärt wurden. Auch Aufsätze werden in der Primarschule selten geschrieben, sind dann aber Teil der Aufnahmeprüfung. So wird nie Chancengleichheit erreicht. Und ich sehe es als Mutter nicht ein, dass ich meinem Sechstklässler Nachhilfeunterricht erteilen oder ihn in seiner Freizeit in einen kostspieligen Vorbereitungskurs schicken muss. Es ist OK, dass nur die starken Schüler ins Gymi kommen. Aber alle sollten eine faire Chance haben.