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Streit mit JournalistinWeisses Haus suspendiert Vize-Sprecher

T.J. Ducklo, Vize-Sprecher von US-Präsident Joe Biden, soll einer Journalistin gedroht haben, sie zu «vernichten», nachdem sie Fragen zu seiner Beziehung zu einer Reporterin gestellt hat.

Eine Woche Urlaub ohne Bezahlung: Vize-Sprecher T.J. Ducklo. (9. Februar 2021)
Eine Woche Urlaub ohne Bezahlung: Vize-Sprecher T.J. Ducklo. (9. Februar 2021)
Keystone/Chris Kleponis

Das Weisse Haus hat einen Vize-Sprecher für eine Woche suspendiert, nachdem er eine Journalistin in einem Streit bedroht haben soll. Sein Verhalten sei «völlig inakzeptabel» gewesen und er wisse das, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Freitag. Die Bestrafung folgte auf einen Artikel im Magazin «Vanity Fair». Darin hiess es, der Vize-Sprecher T.J. Ducklo habe einer Reporterin der Website «Politico» gedroht, sie zu «vernichten» und ihre Reputation zu zerstören. Die Journalistin hatte Fragen zu Ducklos Beziehung zu einer Reporterin der Website «Axios» gestellt.

Die Suspendierung warf Fragen in Washington auf. Nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump die Medien häufig als «Feinde des Volkes» beschimpft hatte, versprach das Weisse Haus seines Nachfolgers Joe Biden einen professionellen Umgang mit der Presse. Psaki wurde bei ihrer Pressekonferenz auch an das Bidens Ankündigung erinnert, auf der Stelle jeden zu feuern, der respektlos mit seinen Kollegen sei. «Wir befanden, dass es eine ernsthafte Strafe ist», sagte sie zu der Suspendierung ohne Bezahlung. Sie habe die Entscheidung in Absprache mit Bidens Stabschef Ron Klain getroffen, mit dem Präsidenten habe sie nicht darüber gesprochen, sagte Psaki.

SDA/chk

13 Kommentare
    franz münger

    Soll bitte nochmal jemand behaupten, Cancel Culture existiere nicht. Die Forderungen nach sofortiger Entlassung, ungeachtet der Begleitumstände, beweisen das Gegenteil. Das gilt nicht nur für die USA, sondern auch hier, die Posts zeigen das eindeutig.