A wie Automobilfachmann, Z wie Zeichnerin

Jedes Jahr erscheinen Statistiken über die beliebtesten Berufsausbildungen in der Schweiz. In den Top 10 von 2018 sind zwei Neulinge zu verzeichnen. Für beide Berufe gilt: Präzision bitte!

Automobilfachmann/-frau: Neu in den Top 10 der Berufsbildungen.

Automobilfachmann/-frau: Neu in den Top 10 der Berufsbildungen. Bild: Fotolia

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Es ist Herbst, und damit die Zeit der Lehrstellensuche für viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Sie haben die Qual der Wahl: Für rund 250 verschiedene Lehrberufe gibt es in der Schweiz Ausbildungsplätze. Trotz der grossen Auswahl entscheiden sich die meisten Jugendlichen für eine Lehre im Büro- und Dienstleistungssektor. Daran hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel geändert, wie die Ranglisten 2017 und 2018 zeigen. Unangefochten an der Spitze bleibt die beliebte Bürolehre zur Kauffrau oder zum Kaufmann (Profil E). Im Vergleich zum Vorjahr haben es neu der Automobilfachmann und die Zeichnerin in die Top 10 geschafft.

Karrenschmiere und Elektronik

Wie sehr Geschwindigkeit und Pferdestärken nach wie vor faszinieren, zeigt der Aufstieg des Berufs als Automobilfachmann EFZ auf Platz 10. Automobilfachmänner (es sind vor allem Jungs, die den Beruf wählen) sind für die Reparatur von Motor, Antrieb und Fahrwerk von Personen- und Nutzfahrzeugen zuständig. Sie überprüfen Fahrzeugkomponenten und ersetzen defekte Teile. Sie wechseln zum Beispiel Kupplungen, Antriebssysteme oder Getriebe aus und montieren neue Auspuffanlagen. Was nach viel Karrenschmiere und Handwerk klingt, geht bei den technisch komplexen Autos von heute nicht ohne computergestützte Mess- und Testsysteme. Die dreijährige Lehre ist also vielseitig und hat bei der steigenden Mobilität Zukunft. Nach durchschnittlich 600 Franken Startlohn im ersten Jahr sind bis im dritten Lehrjahr rund 1000 Franken zu verdienen. Nicht zu unterschätzen: die Verantwortung. Denn schon kleine Nachlässigkeiten können später zu Unfällen führen.

Konstruieren, skizzieren, berechnen

Ebenfalls ein Neuling unter den zehn beliebtesten Berufen ist die Zeichner-Lehre. Eine Zeichnerin erstellt mit Hilfe spezieller Software technische Zeichnungen für Fachpersonen der Raum- und Bauplanung. Aufgrund von Entwürfen konstruiert und zeichnet sie Pläne, Skizzen und Modelle. Zu dieser Tätigkeit gehört, mathematische Berechnungen vorzunehmen und dabei naturwissenschaftliche Gesetze und baurechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Die Ausbildung dauert vier Jahre und kann in fünf verschiedenen Fachrichtungen absolviert werden: Architektur, Ingenieurbau, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Raumplanung. Der erste Lohn liegt bei rund 450 Franken. Bis zum vierten Lehrjahr kann er auf etwa 1100 Franken steigen – abhängig von Betrieb und Region. Wer gute Schulnoten in Mathe, Geometrie, technischem Zeichnen und Fremdsprachen vorweist, darf guter Dinge sein, eine der schweizweit über 400 Lehrstellen zu ergattern.

Quelle: Tages Anzeiger, Beilage BILDUNG

Weiterführende Informationen: www.bildung-schweiz.ch/berufsbildung (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.10.2018, 10:31 Uhr

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