Sich auf universitärem Niveau weiterbilden

Wer berufliche Ambitionen hat, muss sich stetig weiterbilden. Statt Kurse wie Rabattmarken zu sammeln, gilt es, sich mit einem MAS, DAS oder CAS eine karrierewirksame Wissensbibliothek aufzubauen.

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«Gesellschaftliche Themen und Tendenzen widerspiegeln sich in den Inhalten der Weiterbildungen», meint Christina Cuonz, Direktorin Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW der Universität Bern. Die Universitäten reagieren einerseits auf Tendenzen in Gesellschaft und Arbeitswelt, anderseits soll der Wissenstransfer zwischen Hochschule und Öffentlichkeit gefördert werden. «Mit unseren Weiterbildungsangeboten wollen wir Forschung und Praxis verknüpfen», so Daniel Züblin, Leiter der Angebotsadministration der Fachstelle für Weiterbildung der Universität Zürich.

Vielfältiges Angebot

Die Universität Bern etwa bietet aktuell über hundert Weiterbildungsstudiengänge sowie zahlreiche Weiterbildungskurse an. Themenschwerpunkte sind Medizin und Gesundheitswesen, aber auch Wirtschaft und öffentliche Verwaltung. Daneben deckt das Weiterbildungsangebot zahlreiche kleinere und grössere Themenfelder ab, etwa auf dem Gebiet der Nachhaltigen Entwicklung oder im Forschungsmanagement. «An der Vielfalt und Aktualität der Inhalte erkennt man: Was die Arbeitswelt und Gesellschaft bewegt, bewegt auch uns», erklärt Christina Cuonz, Direktorin des Zentrums für universitäre Weiterbildung der Uni Bern. So wurden gerade neue Studiengänge zu den Themen Migration, Applied Data Science und Health Care Organisations lanciert. Im Vergleich dazu kann man in Zürich aus über achtzig Studiengängen und rund sechzig Kursen auswählen. Am stärksten vertreten ist der Finanz- und Wirtschaftsbereich. Diese Weiter­bildungen werden häufig vom Arbeitgeber mitfinanziert. Das neuste Angebot ist ein Zertifikatsstudiengang mit dem Titel «CAS in Spiritual Care» und richtet sich an Personen aus den Bereichen Spitalseelsorge, Medizin, Pflege, klinische Psychologie und klinische Sozialarbeit. Die Anzahl der Studiengänge hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. «Die Universität Zürich bietet aber auch viele Weiterbildungskurse an, die für alle Interessierten zugänglich sind», ergänzt Daniel Züblin, von der Abteilung Weiterbildung der Uni ­Zürich.

Quelle: Tages Anzeiger, Beilage BILDUNG

Weiterführende Informationen: https://www.bildung-schweiz.ch/topics/management (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2018, 11:12 Uhr

Die verschiedenen Möglichkeiten - ein Überblick

MAS-Studiengänge
Die höchsten Weiterbildungs­­abschlüsse führen zu einem akademischen Titel. MAS-Studiengänge dauern in der Regel zwei oder mehr Jahre und beinhalten neben Präsenzunterricht und Selbststudium eine Abschluss­arbeit. Sie sind meist berufsbegleitend und umfassen mindestens 60 ECTS Credits, was 1800 Arbeitsstunden entspricht. Titelbezeichnung: Master of Advanced Studies des entsprechenden Studienganges.

DAS-Studiengänge
Sie sind weniger umfangreich als ein MAS und bieten eine vertiefte Ausbildung in einem spezifischen Fachbereich. Sie dauern in der Regel ein bis zwei Jahre und beinhalten neben Präsenzunterricht und Selbst­studium oft eine Abschlussarbeit. Sie sind berufsbegleitend und umfassen mindestens 30 ECTS Credits, was 900 Arbeitsstunden entspricht. Abschlussbezeichnung: Diploma of Advanced Studies des entsprechenden Studienganges. DAS sind die am wenigsten gewählten universitären Weiterbildungen.

CAS-Studiengänge
Sie sind die kleinsten universitären Weiterbildungsabschlüsse. Sie bieten spezifisches Wissen zu einem Thema. Sie dauern meist bis zu einem Jahr und erfordern manchmal eine kurze Projektarbeit. Sie sind berufsbegleitend und umfassen mindestens 10 ECTS Credits, was 300 Stunden Arbeitsaufwand entspricht. Offizielle Abschlussbezeichnung: Certificate of Advanced Studies des entsprechenden Studienganges. CAS werden am meisten gewählt, da sie am wenigsten aufwändig sind. Einige CAS lassen sich modular zu einem Master of Advanced Studies aufbauen.

Zulassung

Weiterbildungsstudiengänge richten sich generell an Personen mit einem Hochschulabschluss und Berufspraxis. Aufnahmen «sur dossier» sind in Ausnahmefällen möglich. Im Zweifelsfall soll man sich direkt beim Studiengang erkundigen, letztlich entscheidet die Studiengangsleitung.

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