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Mamablog: SchreibabyWenn das Baby brüllt. Und brüllt. Und brüllt.

Manche Säuglinge schreien sich stundenlang die Seele aus dem Leib. Nadja Baumann vom Verein Schreibabyhilfe über untröstliche Babys und unnötige Ratschläge.

Schreibabys sind häufig: Schätzungen gehen von 20 Prozent aus.
Schreibabys sind häufig: Schätzungen gehen von 20 Prozent aus.
Foto: Getty Images

Die Erkenntnis sei über sie gekommen wie eine kalte Dusche: Irgendwann, als ihr Baby fünf Stunden lang gebrüllt hatte, war er da, der Moment, in dem Nadja Baumann dachte: Jetzt weiss ich, wie es kommt, dass Eltern ihr Kind schütteln. «Das war extrem schockierend», sagt sie heute. Inzwischen ist sie Mutter von drei Töchtern – alle Schreibabys –, und Vorstandsmitglied des Vereins Schreibabyhilfe Schweiz.

Frau Baumann, Sie selbst hatten drei Schreibabys. Wie haben Sie das durchgestanden?

Dank einem extrem unterstützenden Umfeld. Es gab Leute, die einfach die Wäsche mitnahmen. Andere brachten Essen zum Aufwärmen. Dabei war weder ihnen noch mir bei unserem ersten Kind klar, dass es ein Schreibaby war. Es hat einfach nur geweint, war kaum zu beruhigen, wollte immer getragen werden. Irgendwann stiess ich auf das Buch «Das 24-Stunden-Baby» von William Sears und merkte: So eines haben wir, ein Kind mit starken Bedürfnissen, ein «24-Stunden-Baby». Dieser Begriff gefiel mir besser, er ist positiver. Doch können sich die Leute unter «Schreibaby» oft mehr vorstellen.

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