Wenn der Tausendfüssler anfängt zu denken
Ein Buch, tollkühn verdreht: Mit «Seltsame Schleife» legt Rolf Niederhauser nach langer Pause einen gewagt konstruierten Roman über künstliche Intelligenz vor.

Ein Möbiusband ist vergleichsweise einfach herzustellen: Man klebt einen längeren Streifen Papier mit beiden Enden ringförmig zusammen, verdreht dabei zuvor aber ein Ende um 180 Grad. Wer nun, wie der 63-jährige Schweizer Schriftsteller Rolf Niederhauser, diese «seltsame Schleife» auch formal zum Erzählprinzip erhebt, der muss einige Konzessionen machen.



















