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Anstellung bei der SpitexWer Angehörige pflegt, kann sich dafür bezahlen lassen

Tausende pflegen unentgeltlich Familienmitglieder. Nun bieten private Spitex-Betriebe an, sie dafür anzustellen. Das ist eine grosse Erleichterung – und verursacht Probleme.

Die Pflege von hilfsbedürftigen Kindern ist zeit- und damit kostenaufwendig.
Die Pflege von hilfsbedürftigen Kindern ist zeit- und damit kostenaufwendig.
Foto: Phynart Studio (Getty Images)

Da ist zum Beispiel das Ehepaar Paula und Pietro Gregorio (Namen geändert) aus dem Kanton Glarus. Einer ihrer erwachsenen Söhne ist wegen einer Muskelschwundkrankheit auf permanente Hilfe bei allen alltäglichen Verrichtungen angewiesen. Die Eltern übernehmen selber diese aufwendige Pflege. Wochentags, wenn der Sohn in der Ausbildung ist, sind es vier Stunden, an den Wochenenden entsprechend mehr.

Die geleisteten Pflegestunden stellen sie der Glarner Fridli-Spitex in Rechnung, pro Stunde erhalten sie rund 33 Franken brutto. Möglich ist das, weil Mutter Paula Gregorio bei der Fridli-Spitex für die Pflege ihres Sohnes angestellt ist. Für das Ehepaar ist das eine optimale Lösung. «Dadurch, dass meine Frau für die Pflegetätigkeit zu einem Pensum von 80 Prozent bezahlt ist, konnte ich mein Arbeitspensum reduzieren. Ohne diese Entschädigung müsste ich voll arbeiten, und dann wäre es finanziell eng. Zudem könnte ich meine Frau bei der Pflege weniger unterstützen», sagt Pietro Gregorio.

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