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Gender und SpracheWeshalb eine Frau kein Dieb mehr sein kann

Der Duden ändert einen alten Grundsatz: Bei der männlichen Form sind Frauen nicht mehr mitgemeint. Der Entscheid sorgt für heftige Kritik.

Das wichtigste Wörterbuch der deutschen Sprache will Tatsachen schaffen: Der Duden hat in seiner Onlineversion das generische Maskulinum abgeschafft.
Das wichtigste Wörterbuch der deutschen Sprache will Tatsachen schaffen: Der Duden hat in seiner Onlineversion das generische Maskulinum abgeschafft.
Foto: Keystone

Sprache ist nicht gerecht. Zumindest was die Geschlechter betrifft. Jahrhundertelang stand die männliche Form für alle, also auch für Frauen. Man sagte «Steuerzahler», «Mieter» oder «Diebe» – und es war klar, dass da auch Frauen darunter sein könnten.

Seit vielen Jahren allerdings versuchen Aktivistinnen (Männer mitgemeint) das generische Maskulinum zu ersetzen und sprachliche Gleichberechtigung herbeizuführen. Verschiedene Formen wurden ausprobiert: das Binnen-I («SchülerInnen»), der Schrägstrich («Metzger/innen»), das Ausweichen auf neutrale Begriffe («Lehrperson» statt «Lehrer», «Studierende» statt «Studenten»). In letzter Zeit sieht man vermehrt auch das sogenannte Gendersternchen («Fussballer*innen»), das Menschen einbeziehen soll, die sich weder als Frauen noch als Männer definieren.

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