Widmer-Schlumpf: Rücktritt von Hildebrand wäre gravierend
Die Bundespräsidentin hat sich erstmals zur Affäre Hildebrand geäussert. Dabei stellt sie sich hinter den Nationalbankpräsidenten. Gleichzeitig verlangt Widmer-Schlumpf aber eine «knallharte Untersuchung».

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf stellt sich hinter Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand. Solange keine «vorwerfbare rechtliche Verfehlung» vorliege, sei es für die Schweiz ein Vorteil, wenn Hildbrand im Amt bleibe, sagte Widmer-Schlumpf.
Die Konsequenzen eines Rücktritts Hildebrands wären in der jetzigen Situation gravierend, sagte Widmer-Schlumpf in der «Arena» des Schweizer Fernsehens SF. «Wir würden einen Präsidenten verlieren, der unbestritten einen hervorragenden Job gemacht hat, der ein gutes Netz hat und der der Schweiz auch sehr viel nützen kann.»
«Knallharte Untersuchung»
Hildebrand habe zwar einen «moralischen Fehler» begannen. Dieser sei aber entschuldbar, «wenn jemand einsieht, dass man das nicht machen darf und dass man das Reglement entsprechend ändern muss».
Anders sähe es aus, wenn er eine «rechtlich vorwerfbare und nicht «nur» eine moralische Verfehlung» begannen hätte, sagte Widmer- Schlumpf. «Dann wäre es völlig diskussionslos, dass wir alle Konsequenzen in Kauf nehmen müssten.»
Widmer-Schlumpf verlangte ausserdem eine «knallharte Untersuchung» der Umstände, die zur Veröffentlichung von Hildebrands Bankdaten geführt haben. Man müsse herausfinden, was genau passiert sei und wer die Drahtzieher seien. «Sonst werden wir immer wieder mit solchen Fällen konfrontiert», sagte Widmer-Schlumpf.
SDA/kpn
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