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Missbrauch im Jugendsport Wie der Schweizer Sport Kinderleben schädigt

Sportpsychologin Katharina Albertin sagt: Kinder und Jugendliche sind im hiesigen Spitzensport oft zu wenig geschützt. Was der Sport dringend von den Schulen lernen sollte.

Spuren von intensivem Kunstturnsport: Blasen an den Händen eines Kindes.
Spuren von intensivem Kunstturnsport: Blasen an den Händen eines Kindes.
Foto: Greg Baker (Keystone)

Der Text im aktuellen «Magazin» hat viele Leser verstört: Acht ehemalige Topathletinnen des Schweizerischen Turnverbandes erzählen darin, wie sie zwischen 2005 und 2020 von ihren Trainern systematisch erniedrigt wurden. Die Frauen berichten als Folge von Essstörungen, Depressionen und Suizidgedanken. Alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, die der Ethikkommission des Internationalen Turnverbandes vorsteht, sagte nach der Lektüre: «Es ist ein Skandal, dass so etwas in der Schweiz geschieht.»

Frau Albertin, kann man als Schweizer Eltern sein Kind noch mit gutem Gewissen ins leistungsorientierte Kunstturnen schicken?

Als Eltern würde ich fortan explizit den entsprechenden Verband fragen, wie er das Kindeswohl sicherstellt.

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