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Wie ich auf den Hund kam

Er schläft, wo er will, und macht auch sonst nicht, was er soll. Aber nach einem Jahr mit Beagle Newton ist klar: Ein Familienleben ohne Hund ist unvorstellbar geworden.

Ich wollte kein Haustier, schon gar keinen Hund. Der Geruch von nassem Fell, der Dreck, der Schlabber. Als Kind sah ich zwei Hunde meiner Eltern kommen und gehen. Manchmal ärgerte ich sie. Ich zog sie am Schwanz oder spritzte sie mit dem Gartenschlauch ab, solche Sachen. Als mein Kind vor einem Jahr einen Hund forderte, schmetterte ich das Anliegen ab. Auch die Hundezeichnungen des Kleinen, die in der Wohnung metastasierten, liessen mich kalt. Der Druck nahm zu, als meine Frau sich in die Debatte einmischte. Wir hätten doch ein Einzelkind, und ich sei nach der Arbeit weder gesprächig noch unternehmungslustig. Immer gamen! Mails checken! TV-Serien streamen! Das sei keine Familie, sondern eine WLAN-Party.

Kurz, ich hatte keine Chance. Als Erstes einigten sie sich auf einen Beagle. Dann schleppte meine Frau Hundespielzeug an, und unser Sohn suchte wochenlang nach einem Namen, wovon in ­seinem Zimmer eine Kreidetafel mit durchgestrichenen Kandidaten zeugte. Die Wahl fiel auf «Newton». Weil er ­wegen der Schwerkraft so kurze Beine hat?, spottete ich. Mein Sohn sah mich an, als ob die Hundequälerin Cruella aus «101 Dalmatiner» vor ihm stünde.

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