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Vor der AbstimmungWie sich das Burkaverbot auf den Tourismus auswirkt

Der Schweizer Tourismus-Verband befürchtet Einbussen bei einem Ja zur Initiative. Ist die Angst berechtigt? Ein Beispiel aus den Alpen zeigt Überraschendes.

Gehört dieses Bild bald der Vergangenheit an? Touristin mit Nikab auf dem Jungfraujoch.
Gehört dieses Bild bald der Vergangenheit an? Touristin mit Nikab auf dem Jungfraujoch.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Die Warnung ist unmissverständlich. «Ein Burkaverbot auf nationaler Ebene könnte dem Image der Schweiz als offenes Tourismusland schaden», schreibt der Schweizer Tourismus-Verband in einer Mitteilung. «Dies hätte negative Folgen für den Ferientourismus sowie für den Kongress- und Businesssektor.» Die Initiative für ein Verhüllungsverbot sei deshalb «klar abzulehnen».

Die Anzahl Logiernächte von Gästen aus den Golfstaaten nahm bis 2018 rasant zu, 2019 war ein Rückgang zu verzeichnen – angeblich weil Mitteleuropa den Menschen aus den Wüstenstaaten wegen des Hitzesommers nicht mehr kühl genug war. In der Deutschschweiz sind vor allem die Regionen Interlaken und Luzern bei arabischen Touristen beliebt, dort sah man vor der Corona-Krise auch immer wieder vollverschleierte Frauen auf den Strassen. In der Romandie sind Genf und Montreux die Hotspots.

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