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Kunstmuseum BaselWie Sophie Taeuber-Arp zur zentralen Figur der abstrakten Malerei wurde

Die Schweizer Künstlerin stand lange im Schatten ihres Mannes Hans Arp. Nun zeigt eine Schau, wie sie ihre rechteckigen kunstgewerblichen Objekte zu grosser moderner Kunst entwickelte.

Sophie Taeuber-Arps «Gleichgewicht/Equilibrum», 1934.
Sophie Taeuber-Arps «Gleichgewicht/Equilibrum», 1934.
Foto: Kunstmuseum Basel

Am Anfang ihrer Karriere ist Sophie Taeuber-Arp noch ganz Weberin und Stickerin, eine Virtuosin des Kunstgewerbes. Sie stellt mit Glasperlen bestickte Beuteltaschen aus Seide her. Aus Glasperlen macht sie Halsketten und Armbänder. Sie webt Teppiche und Kissenbezüge. Das Besondere daran: Die Muster, die sie für diese Gebrauchsgegenstände verwendet, sind nicht floral, wie damals üblich, sondern aus bunten Rechtecken zusammengesetzt.

Auch wenn diese Aquarelle der Apothekerstochter, die 1889 in Davos zur Welt kam, nie als Kunst gedacht waren: Sie sind so schön ausgeführt, dass sie ohne weiteres als abstrakte Kunst durchgehen können. Auch das handwerkliche Niveau der textilen Arbeiten ist erstklassig. Das gilt gleichermassen für die Marionetten und Gliederpuppen, die Taeuber-Arp für ein Commedia-dell’arte-Stück mit dem Titel «König Hirsch» hergestellt hat.

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