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Erneut an Langnau gescheitertSo werden die ZSC Lions nicht Qualifikations-Sieger

Der Meisterkandidat bricht gegen das schwächste Team der Liga erneut ein. Zum dritten Mal in Serie endet das Schlussdrittel 0:3.

Umkämpfte Partie: Die Lions und die Tigers schenkten sich nichts.
Umkämpfte Partie: Die Lions und die Tigers schenkten sich nichts.
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Falls die ZSC Lions irgendwann im Frühling die Qualifikation nicht auf Platz 1 beenden sollten, dürften einige Kisten Bier zu den SCL Tigers geschickt werden. Absender: der EV Zug. Die Zentralschweizer haben es zwar am Dienstag irgendwie fertig gebracht, trotz dreimaliger Viertore-Führung gegen die Lions zuhause noch zu verlieren, sie führen die Rangliste aber immer noch mit elf Punkten an. Dies vor allem, weil die Zürcher im ersten Kalendermonat des Jahres gegen Langnau dreimal einen Vorsprung verspielten.

Neun Punkte wären gegen das Team mit dem schlechtesten Punkteschnitt durchaus möglich gewesen, denn dreimal gingen die Zürcher mit einem Vorsprung ins letzte Drittel. Einer nur ist es geworden. Am 2. Januar führten die Zürcher in Langnau 3:1 - und verloren 3:5. Acht Tage später stand es zuhause 3:0 - sie verloren wieder. Und am Sonntag nun stand es nach zwei Dritteln 1:0, und aufgrund der Spielanteile war der Vorsprung zu knapp. 21:11 Schüsse notierten die Statistiker bis dahin, Verteidiger Tim Berni war mit seinem zweiten Saisontreffer für die Führung in der 33. Minute besorgt.

Am Schluss jubelten erneut die Gäste und damit auch über eine seltene Triplizität der Ereignisse, das dritte 3:0 im Schlussabschnitt. Anthony Huguenin mit einem Distanzschuss und Alexej Dostoinow mit einem Konter nach Ende einer Strafe sorgten für die Wende, Jules Sturny gelang die Siegsicherung per «empty netter». «Wir müssen wieder einen Vorsprung verwalten oder auch ausbauen können», sagte Berni, «wir haben ja auch schon bewiesen, dass wir das können. Wir haben aber zwei unnötige Tore kassiert, und konnten nicht mehr reagieren.» Die Erinnerung an die beiden letzten Duelle sei kein Faktor mehr gewesen: «Wir hatten das nicht mehr im Kopf.»

Innert fünf Toren haben die Lions alle Emotionen durchlebt, die aktuell möglich sind. Zuerst das eindrückliche Comeback beim mutmasslichen Titelkontrahenten, nun das unfreiwillige Vollenden des «Langnau-Hattricks». Berni wess, dass diese «Achterbahnfahrt» nicht gefragt ist: «In Zug hatten wir eine grosse Herausforderung, das spürte man auf der Bank. Das darf aber keine Ausrede sein, wir müssen an der Konstanz arbeiten.»

Die Bilanz des ersten Kalendermonats: durchwachsen. Die Lions holten 20 Punkte aus 12 Spielen, sechs Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber. Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich rasch, bis kommenden Sonntag stehen weitere vier Partien an, drei davon auswärts. Der Energietank sei noch voll, sagt Berni: «Dafür haben wir im Sommer hart trainiert.»

Die weiteren Spiele

Neben der Niederlage der ZSC Lions sowie den zwei abgesagten Partien Genf und Lausanne sowie Zug und Ambri setzten sich in den anderen Partien die favorisierten Heimteams alle durch. Das drittplatzierte Fribourg führte gegen Davos nach 33 Minuten bereits mit 5:0. Es war eine klare Sache zugunsten des Teams von Trainer Christian Dubé. Herren, Mottet, Jörg, Bykov und Sprunger trafen. Danach drehten die Bündner zwar noch auf, am Schluss konnten sich die Westschweizer aber über die Zeit retten und gewannen mit 7:6.

Ebenfalls Siege mit vielen Toren gabs für Lugano und Biel. Die Tessiner (6. In der Tabelle) liessen Rapperswil-Jona (10.) keine Chance. Nach ein paar Startschwierigkeiten stand es schon bei Spielhälfte 5:2 für die Hausherren, bei diesem Resultat blieb es bis zum Schluss.

Die Bieler zeigten gegen den kriselnden SC Bern lange einen souveränen Auftritt. Brunner, Fuchs und Hischier waren die Hauptbeteiligten an der frühen deutlichen Führung. Doch die stolzen Mutzen gaben sich nicht so schnell geschlagen, kamen im letzten Drittel nochmals ran - und verloren dennoch mit 5:6 nach Verlängerung.

2 Kommentare
    Roger Riger

    8 Punkte gegen Langnau durch Artoganz und Hochmut zu verlieren, ist alleine gegenüber den über 7000 solidarischen Saison-Abonnenten, dir alle für die COVID-Saison zahlten, eine Frechheit sondergleichen.