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Hospitalisierungen nehmen zu Wieso Zürcher Spitäler aktuell auf einen Operationsstopp verzichten

Bundesrat Alain Berset möchte, dass alle Kantone die Wahleingriffe sofort herunterfahren. Doch die Zürcher Spitäler gehen einen anderen Weg.

Das Unispital sagt seit Mittwoch vereinzelt Operationen ab, um mehr Kapazität für Corona-Patienten zu haben.
Das Unispital sagt seit Mittwoch vereinzelt Operationen ab, um mehr Kapazität für Corona-Patienten zu haben.
Foto: Peter Würmli

Bereits liegen in den Zürcher Spitälern 326 Corona-Patienten, das sind 120 mehr als auf dem Höhepunkt der ersten Welle. Dennoch sehen die Spitäler keine Notwendigkeit, nun sofort auf alle Wahleingriffe zu verzichten, wie dies Bundesrat Alain Berset am Mittwoch gefordert hat. Der Gesundheitsminister rief zur Solidarität mit den Westschweizer Kantonen auf, deren Spitäler am Anschlag sind.

Im Zürcher Stadtspital Waid und Triemli hält man es nicht für zielführend, die Wahleingriffe «auf Vorrat abzusagen», wie sich der medizinische Direktor Andreas Zollinger ausdrückt. Wahleingriffe seien oft eher leichte Operationen, nach denen die Patienten nicht auf die Intensivpflegestation (IPS) müssten. Das heisst, dass mit einem Verzicht keine zusätzlichen Kapazitäten auf den Intensivstationen gewonnen werden, welche in der Corona-Krise am meisten unter Druck stehen. Auch das Personal, das die leichten Fälle behandle, sei nicht für einen Einsatz auf der IPS ausgebildet.

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