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Zufriedener Magnin-Stellvertreter«Wir fahren erhobenen Hauptes nach Hause»

Marinko Jurendic coacht den FCZ gegen den FC Basel – und lobt die Mannschaft trotz des 0:4 für ihren Auftritt.

FCZ-U21-Trainer Marinko Jurendic erlebte seine Feuertaufe in der Super League.
FCZ-U21-Trainer Marinko Jurendic erlebte seine Feuertaufe in der Super League.
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Am 1. August tritt er sein Amt als Sportchef an, am 14. Juli hat er einen Auftritt als Trainer in der Super League: Marinko Jurendic. Der 42-Jährige coacht den FCZ in Basel, einen FCZ, der zur Mehrheit aus Spielern besteht, die er bestens aus gemeinsamen Zeiten in der Promotion League kennt. Bevor der Abend anfängt, sagt er: «Wir wollen uns nicht verstecken. Jeder Spieler ist hungrig und mit Leidenschaft dabei.»

Jurendic ist im fast leeren St. Jakob-Park in seiner Coaching-Zone aktiv, er dirigiert, korrigiert, klatscht, er sieht eine Mannschaft, die sich nach Kräften wehrt. Zur Pause liegt sie 0:2 zurück, nur 0:2, und der Basler Fabian Frei sagt: «Defensiv gut stehen, das ist keine Frage des Alters. Ich habe den Gegner so erwartet. Es wäre der falsche Ansatz, jetzt nachzulassen. Wir sollten einen Treffer nachlegen, um Sicherheit zu bekommen.»

Endgültige Entscheidung fällt erst in der Nachspielzeit

Der FCB lässt sich Zeit damit, erst tief in der Nachspielzeit gelingen ihm noch zwei Tore durch Ricky van Wolfswinkel und erneut Frei. Dass davor lange nichts passiert ist, hat viel mit Novem Kurt Baumann zu tun. Er ist der 24-jährige Goalie, der in der Challenge League schon zum Einsatz gekommen ist und nun auch die Super League kennenlernt. Er fliegt, er taucht, er pariert mit Lust manchen Ball. Und lässt Van Wolfswinkel sagen: «Der FC Zürich hat das gut gemacht.»

Das findet auch Jurendic, der Stellvertreter von Ludovic Magnin. «Wir haben kein einziges gemeinsames Training absolvieren können», sagt er, «und einige Spieler standen seit ein paar Tagen nicht mehr auf dem Platz. Wir fahren erhobenen Hauptes nach Hause.»

Jurendic ist zufrieden, Marcel Koller ist es mit seinem FC Basel auch. Die Bilanz des Trainers: «Wir haben auf ein Tor gespielt. Und am Ende schlägt sich die Überlegenheit auch im Ergebnis nieder.» Mit dem Sieg setzt Koller mit seiner Mannschaft die Konkurrenz unter Zugzwang: Leader St. Gallen (am Donnerstag gegen Luzern) ist noch vier Punkte entfernt, der Rückstand auf YB (am Mittwoch gegen Servette) beträgt drei Punkte.