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Corona-Pandemie in Israel«Wir haben Kriege überstanden – aber so etwas gab es noch nie»

Normalerweise drängen sich über Ostern die Pilger in Jerusalem. Doch in diesem Jahr ist es sehr still, obwohl vieles schon wieder geöffnet ist. Jetzt hoffen alle auf eine baldige Rückkehr der gläubigen Gäste.

Orthodoxe Juden vor der Klagemauer in Jerusalem: Maximal 20 dürfen gleichzeitig in die mit Plexiglas abgetrennten Nischen.
Orthodoxe Juden vor der Klagemauer in Jerusalem: Maximal 20 dürfen gleichzeitig in die mit Plexiglas abgetrennten Nischen.
Foto: AFP

Die Nacht ist zurück, zumindest in Tel Aviv. Fast schon so wild und lang, wie man sie dort einmal zu feiern wusste. Rund um den zentralen Feuer-und-Wasser-Brunnen auf dem Dizengoff Square drängen sich wieder die Nachtschwärmer. Vor den Kneipen und Lokalen sitzen junge Leute an kleinen Cafétischen. An den Theken der Bars wird wieder gezecht und geflirtet mit oder ohne Maske. Ein Pärchen küsst sich innig vor einem Hauseingang in der Pinsker Street. Es ist ein lauer Frühlingsabend, vielleicht haben sich die beiden gerade erst gefunden.

Seit wenigen Wochen dürfen Geimpfte in Israel wieder in Restaurants, Cafés, Bars und Clubs. Auch wenn für sie noch immer bestimmte Auflagen gelten, nehmen es die meisten damit nicht sonderlich genau. Bereits seit dem 21. Februar ist für viele Israelis ein Stück Alltag zurückgekehrt. Seither sind nicht nur die meisten Schulen, Geschäfte, Märkte und Einkaufszentren wieder geöffnet. Auch Fitnessstudios, Schwimmbäder, Hotels, Theater und andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen wieder aufmachen diese allerdings nur für Israelis, die ihre Immunisierung mit einem «Grünen Pass» auf dem Mobiltelefon oder einem ausgedruckten QR-Code nachweisen können. Ihnen stehen auch Kinos, Konzerthallen und Kunstausstellungen wieder offen. Wirklich kontrolliert wird der Pass längst nicht überall.

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