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40 Jahre nach «Züri brännt» «Wir hätten uns damals nie von einem Mann interviewen lassen»

Wyberrat, «Kanzleila», Hodebädeler: Brigitta Fischer und Myriam Rudin erinnern sich im Gespräch an den Feminismus, der aus der 1980er-Bewegung heraus entstanden ist.


Eine entspannte Rückkehr ins Kanzlei-Schulhaus, wo Brigitta Fischer (l.) und Myriam Rudin zwischen 1986 und 1989 im obersten Stock an den konspirativen Sitzungen der Frauenbewegung teilnahmen.

Eine entspannte Rückkehr ins Kanzlei-Schulhaus, wo Brigitta Fischer (l.) und Myriam Rudin zwischen 1986 und 1989 im obersten Stock an den konspirativen Sitzungen der Frauenbewegung teilnahmen.
Foto: Anna-Tia Buss

Opernhauskrawalle, Drogen, Eiszeit, AJZ, Punk – das sind typische Schlagworte in den Retrospektiven über die unruhigen Zürcher 80er-Jahre. Kaum ein Thema ist indes die neue feministische Bewegung, die sich ab 1984 manifestierte – und die sich deutlich wilder und fordernder positionierte als die vorangegangene Frauenbefreiungsbewegung FBB.

Mittendrin statt nur dabei waren damals Brigitta Fischer und Myriam Rudin. Erstgenannte jobbte sich nach der Kunstgewerbeschule «irgendwie durch die ‹bewegten› Jahre», heute ist die 64-Jährige als Kinesiologin und Paartherapeutin tätig – und dazu eine spannende Elektropoetin. Rudin, 70 Jahre alt, arbeitete lange als Erwachsenenbildnerin, darüber hinaus engagierte sie sich beim kantonalen Nottelefon und im Nachtdienst der Dargebotenen Hand. In der Freizeit intoniert sie «mit einer Altweiber-Truppe politische Gesänge» und – damit sind wir wieder beim Thema – führt feministische Stadtrundgänge durch.

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