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Interview mit Epidemiologe«Wir müssen uns nach dem Trial-and-Error-Prinzip herantasten»

Richard Neher, Epidemiologe und Professor an der Universität Basel.
24 Kommentare
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    Nick Schaefer

    Ich habe zum Thema Contact Tracing et al vor einem Monat an mehrere kantonale Gesundheitsdirektoren und dem BAG geschrieben, und danach mit dem BAG, einem kantonalen Krisenstab, und einer Klinikleiterin auch am Telefon gesprochen.

    Unisono hiess es, man sei nicht zuständig, das BAG habe gesagt das könne man nicht, und beim BAG hiess es, man habe keine Tests.

    Es wurde und wird nicht einmal der Versuch unternommen, die entsprechende Infrastruktur für Contact Tracing aufzubauen.

    Dabei geht es um Personal und Datenbanken. Die Griechen haben das in wenigen Tagen im Januar zusammengestellt. Das ist nichts schwieriges. Schon im Kindergarten wussten wir sofort, wer die neuesten Spielsachen hat. Dies in eine Tabelle oder sogar eine Adressdatenbank abzufüllen beherrscht heute jeder Informatikerlehrling im 3. Lehrjahr. Oder jeder Autodidakt nach einer Woche.

    Für Contact Tracing braucht es keine Tests: Denn die Tests schlagen nur mit mehreren Tagen Verspätung an.

    Die Kontakte sind schlicht und ergreifend sofort in Einzelquarantäne zu schicken. Entweder zu Hause, aber mit dauernder Gesundheitsüberwachung (frühe Behandlung hilft, wie Deutschland zeigt), oder in all den freien Hotelzimmern.

    Mit vollem Lohn, Essensversorgung, und Verwandtenbetreuung.

    Mit all den Arbeitslosen ist es beileibe kein Problem diese Organisation aufzustellen.

    Es braucht maximal ein fünfköpfiges Team pro 5000 Einwohner.

    Das sind 8000 Leute in 2000 Teams.

    Momentan haben wir 500 Neue Fälle pro Tag. Da würden 500 Teams mehr als ausreichen.

    Im Vergleich: Wir haben um die 250'000 Arbeitslose, und 1'000'000 in Kurzarbeit. Und nochmals eine Million unterbeschäftigte Selbstständige.

    TV SRF hat vor wenigen Tagen eine Reportage aus Appenzell Innerrhoden gebracht. In AI wird Contact Tracing gemacht.

    Im SRF Bericht hiess es sybillinisch zurückhaltend, das könne man eben nur in kleinen Kantonen. Aber das BAG wolle es sonst nicht.

    Vollkommen grobfahrlässig, was das BAG da seit Monaten abliefert.

    Die Massnahme war ohne weiteres seit Monaten sofort umsetzbar. Ohne auf irgend etwas warten zu müssen. Die Massnahme ist gesetzeskonform und verhältnismässig.

    Die Massnahme rettet Leben.

    Die Massnahme erlaubt viel grössere Wirtschaftstätigkeit.

    Sie bezahlt sich mehrfach selber.

    Contact Tracing ist sofort umzusetzen.

    Die bisher 1400 Toten und geschätzten 10'000 Lungeninvaliden sind genug.

    Auch die Wirtschaft braucht Contact Tracing.