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«Wir produzieren, wo es rentiert»

Der Windpark Schermen in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Foto: Selina Meier

Das EWZ bittet die Stimmbürger, an der Urne 200 Millionen Franken freizugeben, um in erneuerbare Energien zu investieren. Braucht es für ein Ja einen Etikettenschwindel?

Der Kredit wird als wichtiger Schritt Richtung 2000-Watt-Gesellschaft verkauft. Als komme die Stadt dieser näher. Tatsächlich fliesst das meiste Geld in Windkraft im Ausland, weit weg von hier.

Wäre die ehrliche Botschaft nicht: Lasst uns in deutsche Windkraft investieren, weil sich nur dort Geld machen lässt? Um so die unrentable Wasserkraft querzufinanzieren?

Braucht es dazu Investitionen des EWZ in Millionenhöhe? Das Potenzial an der Nordsee, wo es konstant bläst, wird so oder so ausgeschöpft. Weil sich das auszahlt.

Der Normalfall ist also, dass Sie im Ausland für Ausländer produzieren?

Woher nehmen Sie die Gewissheit?

Als ob Sie die Anlage in Deutschland vom Netz abkoppeln und den Strom direkt nach Zürich leiten würden?

Sie würden also bei Bedarf einfach Ihren Anteil an der europäischen Gesamtmenge einfordern?

Diese Strommenge würde dann anderswo fehlen. Müssten die Verbraucher in Deutschland selbst schauen, wo sie Ersatz bekommen?

Ein Drittel der 200 Millionen soll im Inland investiert werden – soweit möglich. Warum leistet das EWZ seinen Ökobeitrag an den europäischen Stromsee nicht hier, wo es sonst keiner tut?

Sofern nicht in der Zwischenzeit die Regeln geändert werden. Wäre es nicht sicherer, im Inland zu bauen?

Man fragt sich halt: Wer soll bei uns das Potenzial ausschöpfen, wenn es nicht mal die Dienstabteilung einer rot-grün regierten Stadt tut?

Wieso soll niemand mehr zahlen? Stadtzürcher haben ja keine Wahl.

Sie wollen pro investierten Franken das Beste rausholen. Deutsche Windenergie ist profitabel, weil Geld aus einem Fördertopf fliesst, in den die Stromkunden einzahlen. Beruht das Geschäft des EWZ darauf, ausländische Fördergelder abzuschöpfen?

Wie lange wird das EWZ für seine bestehenden Windkraftanlagen noch Fördergelder bekommen?

Wie viel lässt sich so verdienen?

Wie sieht es aus, wenn es künftig keine Fördergelder mehr gibt?